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Long Strange Journey: On Modern Zen, Zen Art, and Other Predicaments
Long Strange Journey präsentiert die erste kritische Analyse der visuellen Objekte und Diskurse, die die Zen-Kunst der Moderne und ihr Erbe beleben, mit besonderem Schwerpunkt auf dem "Zen-Boom" der Nachkriegszeit. Seit dem späten 19.
Jahrhundert haben sich Zen und Zen-Kunst zu weltweit bekannten Begriffen entwickelt, die mit einem Spektrum von Praktiken, Überzeugungen, Werken der bildenden Kunst, ästhetischen Konzepten, kommerziellen Produkten und Formen der Selbstdarstellung in Verbindung gebracht werden. Sie standen auch im Mittelpunkt heftiger öffentlicher Auseinandersetzungen, die entlang nationaler, konfessioneller, rassisch-ethnischer, klassenmäßiger und intellektueller Grenzen ausbrachen. Zen und Zen-Kunst sind weder stabil noch eine reine Angelegenheit des euphorischen religiösen oder interkulturellen Austauschs, sondern lassen sich am besten als produktives Dilemma in der Erforschung von Religion, Spiritualität, Kunst und Konsumkultur betrachten, insbesondere im Rahmen der buddhistischen Moderne.
Long Strange Journey hebt sich durch seine modern-zeitgenössische Ausrichtung von den meisten Schriften über Zen-Kunst ab, die sich auf Meisterwerke vormoderner chinesischer und japanischer Künstler konzentrieren, von "zeitlosen" visuellen Qualitäten als Hinweis auf metaphysische Zustände schwärmen oder mit ahistorischem, trendigem Flair die gestalterische Anziehungskraft und therapeutischen Werte der Zen-Kunst propagieren. Jahrhundert über den von japanischen Buddhisten und Intellektuellen vorangetriebenen transnationalen Austausch zwischen dem späten 19.
und frühen 20. Jahrhundert und die Herausbildung eines Zen-Kunstkanons bis hin zu den Veränderungen der Zen-Praxis in der Nachkriegszeit und den Ausdrucksformen der Avantgarde sowie den populären Verkörperungen unseres "Zen-Zeitgeistes", wie etwa den Zen-Cartoons.
Das Buch präsentiert eine alternative Geschichte des modernen und zeitgenössischen Zen und der Zen-Kunst, die ihren widerspenstigen und polythetisch-prototypischen Charakter betont. Es berücksichtigt ernsthafte religiöse Praxis und spirituelle und kreative Entdeckungen ebenso wie Konflikte um den Wert des Zen inmitten der Wirren der globalen Moderne, Auseinandersetzungen um Authentizität, Widerstand gegen den Begriff des "Zen-Einflusses" und konkurrierende Ansprüche von Mönchen, Laienvertretern, Künstlern und anderen, die für die Zen-Kunst sprechen.