Bewertung:

Das Buch bietet ein detailliertes und kontextbezogenes Verständnis der Fotografie von Jacques Lartigue, indem es seine Kindheit und seine Leidenschaft für das Medium während der Belle Époque festhält. Es kombiniert Tagebucheinträge und Fotografien, um sein Leben und die Sozialgeschichte der Zeit zu veranschaulichen, auch wenn es wegen der Qualität der Fotoreproduktion kritisiert wurde.
Vorteile:Bietet umfassenden Kontext zu Lartigues Werken, gut geschrieben und zugänglich, verbindet persönliche Erzählungen mit Kulturgeschichte, ausgezeichnet für ernsthafte Bewunderer von Lartigue, fängt die Begeisterung für die Fotografie in der Kindheit ein.
Nachteile:Gemischte Qualität der Fotoreproduktion, einige wichtige Bilder fehlen, nicht als hochwertiges Fotobuch konzipiert, manche Leser erwarten vielleicht einen größeren Fokus auf die Bilder als auf die Erzählung.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
Lartigue: The Boy and the Belle poque
Jacques Henri Lartigue, einer der berühmtesten und herausragendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts, hielt in seiner Kindheit das überschwängliche Paris der Belle poque fest.
Lartigue konzentriert sich ausschließlich auf die Jugendzeit des Künstlers und zeigt neben klassischen Bildern von Autos und Haute Couture auch bisher unveröffentlichte Fotografien aus seinem Archiv. An seinem achten Geburtstag im Jahr 1902 erhielt Lartigue seine erste Kamera. Schon im nächsten Jahr entwickelte er seine eigenen Fotos.
Seine Kodak-Handkamera gab dem jungen Fotografen die Flexibilität, seine exzentrische Familie zu Hause und die gesellschaftlichen Rituale der Pariser Oberschicht zu dokumentieren. Er war der erste Künstler, der sich die Unmittelbarkeit des Schnappschusses zunutze machte, indem er seine Motive oft mitten in der Geste, wie im wirklichen Leben, festhielt und so eine neue Bildsprache für das zwanzigste Jahrhundert schuf.
Jahrhunderts. Mit seinem Werk zeichnete er ein intimes Porträt der sozialen und kulturellen Atmosphäre von Paris vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs.
Die Autorin Louise Baring erweckt das Frühwerk des Künstlers durch anschauliche historische Darstellungen sowie persönliche Beobachtungen und Erinnerungen aus Lartigues Kindheitstagebüchern zum Leben. Dieses Buch ist ein Muss für alle Liebhaber der Fotografie und der französischen Kultur des zwanzigsten Jahrhunderts.