
Let the People Rule: Direct Democracy in the Twenty-First Century
Die größte aktuelle Herausforderung für die demokratische Legitimität ist die Krise der demokratischen Repräsentation. Um diesem Problem zu begegnen, haben immer mehr etablierte und neue Demokratien direktdemokratische Instrumente in ihre Verfassungen aufgenommen, die es den Bürgern ermöglichen, direkten Einfluss auf die demokratische Entscheidungsfindung zu nehmen.
Es gibt jedoch viele verschiedene empirische Erscheinungsformen der direkten Demokratie, und ihre vielfältigen Folgen für die repräsentative Demokratie sind noch nicht ausreichend erforscht. Let the People Rule? will diese Lücke schließen, indem es die vielfältigen Auswirkungen der direkten Demokratie auf Verfassungsreformen und Fragen der Unabhängigkeit, demokratische Rechenschaftsmechanismen und politische Ergebnisse analysiert.
In den Kapiteln werden verschiedene methodische Ansätze angewandt, um die Auswirkungen der direkten Demokratie auf die demokratische Legitimität zu untersuchen. Diese reichen von eingehenden Einzelfallstudien, wie dem schottischen Unabhängigkeitsreferendum im Jahr 2014, bis hin zu länderübergreifenden vergleichenden Studien, wie der direktdemokratischen Erfahrung innerhalb der Europäischen Union.