Bewertung:

Das Buch bietet eine eingehende wissenschaftliche Untersuchung des Lebens von Ulysses S. Grant, insbesondere während der Zeit der Reconstruction und seiner komplexen Beziehung zu Präsident Andrew Johnson. Es zielt darauf ab, die Lücken im Verständnis dieser oft vernachlässigten Periode der amerikanischen Geschichte zu schließen, indem es Grants politischen Scharfsinn und seine Bemühungen um den Schutz von Afroamerikanern hervorhebt.
Vorteile:Sehr detaillierter und akademischer Text, der einen aufschlussreichen Blick auf die Beziehung zwischen Grant und Johnson bietet, Lücken im Verständnis der Reconstruction-Ära schließt und Grants politisches Bewusstsein und seine Bemühungen zur Unterstützung der Freigelassenen aufzeigt.
Nachteile:Könnte für Gelegenheitsleser zu detailliert oder akademisch sein, was die Attraktivität für ein breiteres Publikum einschränken könnte.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Let Us Have Peace: Ulysses S. Grant and the Politics of War and Reconstruction, 1861-1868
Historiker haben traditionell zwischen der militärischen und der politischen Laufbahn von Ulysses S. Grant unterschieden.
In Let Us Have Peace stellt Brooks Simpson solche Unterscheidungen in Frage und bietet ein neues Verständnis dieses oft rätselhaften Führers. Er argumentiert, dass Grant in den 1860er Jahren sowohl Soldat als auch Politiker war, da Militär- und Zivilpolitik während des Bürgerkriegs und der Zeit des Wiederaufbaus unweigerlich miteinander verwoben waren. Simpson zufolge verstand Grant instinktiv, dass Krieg „Politik mit anderen Mitteln“ war.
Außerdem erkannte er, dass Bürgerkriege eine besondere Herausforderung darstellten: Versöhnung, nicht Eroberung, war das oberste Ziel der Union. Und im Frieden versuchte Grant, das im Krieg Errungene zu sichern, indem er eine aktivere Rolle in der Politikgestaltung übernahm, als die Unnachgiebigkeit der weißen Südstaatler und die Obstruktionspolitik von Präsident Andrew Johnson die Früchte des Sieges der Nordstaaten zu zerstören drohten.