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Latinos and American Law: Landmark Supreme Court Cases
Um Gerechtigkeit und gleichen Schutz vor dem Gesetz zu erlangen, haben sich Latinos an das US-amerikanische Gerichtssystem gewandt, um ihre Rechte geltend zu machen und zu verteidigen. Einige dieser Fälle haben den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten erreicht, dessen Urteile im Laufe von mehr als einem Jahrhundert die Rechte von Latinos sowohl erweitert als auch eingeschränkt haben, wodurch ein komplexes Terrain von Machtbeziehungen zwischen der US-Regierung und der inzwischen größten ethnischen Minderheit des Landes entstanden ist.
Um diese Rechtslandschaft zu kartieren, untersucht Latinos and American Law vierzehn wegweisende Fälle des Obersten Gerichtshofs, die die Rechte von Latinos maßgeblich beeinflusst haben, von Botiller v. Dominguez im Jahr 1889 bis Alexander v. Sandoval im Jahr 2001.
Carlos Soltero gliedert seine Studie chronologisch, wobei er eine oder mehrere Entscheidungen des Fuller Court (1888-1910), des Taft Court (1921-1930), des Warren Court (1953-1969), des Burger Court (1969-1986) und des Rehnquist Court (1986-2005) untersucht. Für jeden Fall gibt er zunächst einen historischen und rechtlichen Hintergrund zu den betreffenden Fragen und erörtert dann ausführlich die von den Richtern abgegebene(n) Stellungnahme(n).
Darüber hinaus analysiert er die Bedeutung jeder Entscheidung sowie die nachfolgenden Entwicklungen, die sich auf ihre Auswirkungen ausgewirkt haben. Anhand dieser Fallstudien zeigt Soltero, dass der Oberste Gerichtshof im Umgang mit Latinos in Fragen wie Bildung, Strafrechtspflege, Wahlrecht, Beschäftigung und Einwanderung häufiger die Einstellungen und die Politik der US-Gesellschaft widerspiegelt, als dass er sie anführt.