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Latinx Photography in the United States: A Visual History
Ob bei den Streikposten der UFW im kalifornischen Central Valley oder bei der Aufnahme des sommerlichen Straßenlebens in East Harlem - Latinx-Fotografen haben den Kampf für Würde und Gerechtigkeit ebenso dokumentiert wie das tägliche Leben der einfachen Menschen.
Ihre kraftvolle, innovative Fotokunst befasst sich mit Familie, Identität, Protest, Grenzen und anderen Themen, einschließlich der Erfahrungen mit Einwanderung und Marginalisierung, die vielen ihrer Gemeinschaften gemeinsam sind. Dennoch ist das Werk dieser Künstler von der dokumentierten Geschichte der Fotografie in den Vereinigten Staaten weitgehend ausgeschlossen worden.
Anhand von Einzelprofilen von mehr als achtzig Fotografen aus der Frühgeschichte des fotografischen Mediums bis zur Gegenwart stellt Elizabeth Ferrer den Lesern Latinx-Porträtisten, Fotojournalisten und Dokumentaristen sowie deren Vermächtnis vor. Sie zeichnet das Aufkommen eines Bewusstseins für Latinos in der Fotografie in den 1960er und 70er Jahren und das Wachstum identitätsbasierter Ansätze in den 1980er und 90er Jahren nach. Ferrer argumentiert, dass in vielen Fällen ein gemeinsames Gefühl des Kampfes die Fotografen motiviert hat, zielgerichtet zu arbeiten, angetrieben von einem tiefen Gefühl des Widerstands, sozialem und politischem Engagement und kultureller Bestätigung, und sie hebt die Bedeutung von Familienfotos für ihre Ansätze und Ansichten hervor.
Die Arbeiten reichen von Dokumentar- und Straßenfotografie über erzählerische Serien bis hin zu konzeptionellen Projekten. Latinx-Fotografie in den Vereinigten Staaten ist das erste Buch, das eine parallele Geschichte der Fotografie bietet, die nicht länger am Rande liegt, sondern eine entscheidende Rolle bei der Vorstellung und Schaffung einer breiteren, inklusiveren amerikanischen Bildgeschichte spielt.