Leben als Überschuss: Biotechnologie und Kapitalismus in der neoliberalen Ära

Bewertung:   (4,8 von 5)

Leben als Überschuss: Biotechnologie und Kapitalismus in der neoliberalen Ära (E. Cooper Melinda)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch „Life as Surplus“ von Belinda Cooper untersucht die komplizierten Beziehungen zwischen Biotechnologie, Kapitalismus und gesellschaftlichen Fragen und bietet eine tiefgreifende soziologische Analyse, die verschiedene historische und aktuelle Themen miteinander verbindet. Kritiker loben die aufschlussreichen Beiträge und die gute Lesbarkeit, weisen aber auch auf die Dichte und Komplexität des Buches hin.

Vorteile:

Umfassende Analyse von Biotechnologie und Kapitalismus.
Verwurzelt im historischen und soziologischen Kontext.
Aufschlussreiche und vorausschauende Beiträge zu verschiedenen akademischen Bereichen.
Theoretische Strenge und historisches Detail.
Fesselnd und sehr gut lesbar, trotz einer gewissen Dichte.

Nachteile:

Einige Teile können als dicht oder komplex angesehen werden.
Könnte für Leser, die mit der Materie nicht vertraut sind, eine Herausforderung sein.

(basierend auf 5 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Life as Surplus: Biotechnology and Capitalism in the Neoliberal Era

Inhalt des Buches:

Life as Surplus konzentriert sich auf den Zeitraum zwischen den 1970er Jahren und der Gegenwart und ist eine pointierte und wichtige Studie über die Beziehungen zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und kulturellen Werten in den heutigen Vereinigten Staaten. Melinda Cooper zeigt, dass die Geschichte der Biotechnologie nicht verstanden werden kann, ohne den gleichzeitigen Aufstieg des Neoliberalismus als politische Kraft und als Wirtschaftspolitik zu berücksichtigen. Von der Entwicklung der rekombinanten DNA-Technologie in den 1970er Jahren bis hin zur Politik der zweiten Bush-Regierung im Bereich der Stammzellenforschung verbindet Cooper die utopische Polemik des Kapitalismus der freien Marktwirtschaft mit den wachsenden inneren Widersprüchen der kommerzialisierten Biowissenschaften.

Die biotechnologische Revolution hat die wirtschaftliche Produktion auf die genetische, mikrobielle und zelluläre Ebene verlagert. Ausgehend von der Annahme, dass das Leben in die Kreisläufe der Wertschöpfung einbezogen wurde, zeigt Cooper die Beziehungen zwischen wissenschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen und sozialen Praktiken auf. In eindringlichen Analysen der Wissenschaftspolitik der Reagan-Ära, der Militarisierung der Biowissenschaften, der HIV-Politik, des pharmazeutischen Imperialismus, des Tissue Engineering, der Stammzellenforschung und der Pro-Life-Bewegung untersucht die Autorin die spekulativen Impulse, die das Wachstum der Bioökonomie belebt haben.

Im Zentrum der neuen postindustriellen Wirtschaft steht die Umwandlung von biologischem Leben in Mehrwert. Life as Surplus bietet eine klare Einschätzung sowohl der transformativen, therapeutischen Dimensionen der zeitgenössischen Biowissenschaften als auch der Gewalt, des Zwangs und der Schuldknechtschaft, die sich rund um die entstehende Bioökonomie herauskristallisieren.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780295987910
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2008
Seitenzahl:208

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