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Living with Nkrumahism: Nation, State, and Pan-Africanism in Ghana
In den 1950er Jahren zog Ghana unter der Führung von Kwame Nkrumah und der Convention People's Party die Aufmerksamkeit der Welt auf sich, da antikoloniale Aktivisten, Intellektuelle und Politiker das Land als Modell für die postkoloniale Zukunft Afrikas betrachteten. Nkrumah war ein Visionär, ein Staatsmann und einer der wichtigsten Gestalter des heutigen Afrika.
In Living with Nkrumahism (Leben mit dem Nkrumahismus) untersucht Jeffrey S. Ahlman die Infrastruktur, die Nkrumahs Philosophie organisierte und zu einem politischen Programm konsolidierte. Ahlman stützt sich auf neu verfügbares Quellenmaterial, um eine Organisations- und Kulturgeschichte des Nkrumahismus darzustellen.
Er nimmt uns mit in die Bürokratie, in die Büros, in die Gehaltsstrukturen und in die Arbeitsabläufe, rekonstruiert akribisch das politische und soziale Milieu jener Zeit und porträtiert eine Reihe von Beziehungen der Ghanaer zu der einzigartigen Position ihres Landes im Entkolonialisierungsprozess. Mit feinem Gespür für die Nuancen der Staatskunst zeigt er, wie politische und philosophische Ideen die gelebte Erfahrung prägen.
Living with Nkrumahism steht an der Kreuzung der schnell wachsenden Bereiche der afrikanischen Dekolonisierung, der postkolonialen Geschichte und der Studien zum Kalten Krieg. Es bietet ein dringend benötigtes wissenschaftliches Modell, um über die sich verändernde Natur der Staatsbürgerschaft und der politischen und sozialen Teilhabe in Afrika und der postkolonialen Welt im weiteren Sinne nachzudenken.