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Living with Oil and Coal: Resource Politics and Militarization in Northeast India
Die Entdeckung von Erdöl im östlichen Himalaya-Vorland im 19. Jahrhundert sowie die Einrichtung von Teeplantagen und anderen mineralgewinnenden Industrien haben bis heute tiefgreifende Auswirkungen auf das Leben in der Region.
In den indischen Bundesstaaten Assam und Nagaland bestimmen Militarisierung, Gewalt und der Kampf um natürliche Ressourcen das Leben der Naga, Ahom und Adivasi sowie der Migranten aus anderen Teilen der Region, die um Frieden und Arbeit kämpfen. Die Anthropologin Dolly Kikon setzt sich anhand eingehender ethnografischer Berichte mit der Komplexität Nordostindiens auseinander, einer Region zwischen Südostasien und China, in der Grenzen und Abgrenzungen geschaffen, bestritten und aufrechterhalten werden. Sie gibt der Grenzlandforschung eine neue und aufregende Richtung, indem sie die sozialen Bindungen untersucht, die durch die Praktiken der Ressourcengewinnung entstehen, sowie die Spannungen, die diese Beziehungen hervorrufen.
Dabei konzentriert sie sich auf die Liebe der Menschen zur Landschaft und zum Staat sowie zu Familie, Freunden und Nachbarn. Living with Oil and Coal beleuchtet Fragen der Staatsbürgerschaft, der sozialen Gerechtigkeit und der Umweltpolitik, die von Gemeinschaften weltweit geteilt werden.