Leben retten in Auschwitz: Das Häftlingskrankenhaus in Buna-Monowitz

Bewertung:   (4,8 von 5)

Leben retten in Auschwitz: Das Häftlingskrankenhaus in Buna-Monowitz (K. Bacon Ewa)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Saving Lives in Auschwitz bietet einen seltenen und aufschlussreichen Einblick in die Funktionsweise und Komplexität von Auschwitz, wobei der Schwerpunkt auf den medizinischen Bemühungen liegt, Leben im Lager zu retten. Es stellt die gängige Wahrnehmung von Auschwitz als reines Vernichtungslager in Frage, indem es die Rolle der einzelnen Häftlinge und die Auswirkungen der medizinischen Versorgung inmitten der Schrecken des Holocausts beleuchtet.

Vorteile:

Das Buch ist gut geschrieben, fesselnd und detailliert und bietet eine rasante Erzählung, die wichtige historische Perspektiven dokumentiert und gleichzeitig der allgemein bekannten Geschichte von Auschwitz Tiefe verleiht. Das Buch ist ein wertvolles Hilfsmittel für Leser, die ein tieferes Verständnis für die Abläufe im Lager und das Leben der Menschen dort erlangen wollen, da es Berichte aus Primärquellen und akribische Recherchen enthält. Die Autorin, Dr. Bacon, wird für ihren geschickten Schreibstil und ihre historische Genauigkeit gelobt.

Nachteile:

Obwohl das Buch informativ ist und neue Aspekte von Auschwitz aufzeigt, könnte es für diejenigen, die mit dem historischen Kontext des Zweiten Weltkriegs und der Komplexität des Holocausts noch nicht vertraut sind, als Herausforderung empfunden werden. Manche Leser könnten sich von den detaillierten Schilderungen und umfangreichen Verweisen überfordert fühlen, was den Erzählfluss beeinträchtigen könnte.

(basierend auf 5 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Saving Lives in Auschwitz: The Prisoners' Hospital in Buna-Monowitz

Inhalt des Buches:

Bei einer Razzia der Nazis gegen gebildete Polen im Jahr 1941 wurde Stefan Budziaszek, der gerade sein Medizinstudium in Krakau abgeschlossen hatte, im Krakauer Montelupich-Gefängnis inhaftiert und im Februar 1942 in das Konzentrationslager Auschwitz gebracht. Die deutschen Großunternehmen beuteten die billige Arbeitskraft der Häftlinge im Lager brutal aus, und die Arbeiter starben.

Im Jahr 1943 wurde Stefan, der nun ein Funktionshäftling war, mit der Leitung des Häftlingskrankenhauses betraut, das damals eher eine Art Krankenstation war, die von gut vernetzten, aber ungeschulten Häftlingen betrieben wurde. Stefan verwandelte diese Einrichtung von nur zwei Baracken in ein funktionierendes Krankenhaus und eine ambulante Einrichtung, die mehr als 40 Häftlingsärzte beschäftigte und 10.000 Sklavenarbeiter versorgte. Stefan und seine Mitarbeiter entwickelten das Krankenhaus, indem sie Medikamente, chirurgische Geräte und sogar Baumaterialien beschlagnahmten, oft aus dem so genannten Kanada-Lager, das mit den Hinterlassenschaften von Holocaust-Opfern gefüllt war.

Doch wo wird das Bemühen um die Zusammenarbeit mit dem Personal der NS-Konzentrationslager zur Kollaboration mit dem Völkermord der Nazis? Wie gingen die Ärzte mit entkräfteten Patienten um, die zur "Selektion" in die Gaskammern gebracht werden sollten? Auschwitz war ein Hexenkessel voller konkurrierender Ziele. Unerwartet zeigte sich auch die ideologische Rivalität unter den Häftlingen selbst.

Die prominenten Holocaust-Zeugen Elie Wiesel und Primo Levi ließen sich beide in diesem Häftlingskrankenhaus behandeln. Sie, andere Patienten und das Krankenhauspersonal legen Zeugnis ab von der Handlungsfähigkeit der Häftlingsärzte in einer Umgebung, die eher für den Tod als für das Überleben bekannt war.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781557538246
Autor:
Verlag:
Einband:Hardcover
Erscheinungsjahr:2017
Seitenzahl:275

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