Leben unter dem Liberalismus: Die Politik der Depression in westlichen Demokratien

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Leben unter dem Liberalismus: Die Politik der Depression in westlichen Demokratien (Pam Stavropoulos)

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Originaltitel:

Living Under Liberalism: The Politics of Depression in Western Democracies

Inhalt des Buches:

Depressionen sind in der westlichen Gesellschaft weit verbreitet. Aber während wir "Risikofaktoren" identifizieren, stellen wir nur selten die Verbindung zu dem liberalen Wertesystem her, das die Gesellschaft, in der wir leben, so sehr prägt.

Freiheit, Gleichheit, Fortschritt, Respekt für das "Individuum". Was ist falsch am Liberalismus? Leben wir als Bewohner westlicher liberaler Demokratien nicht in einer Gesellschaft, die dem Glück am meisten förderlich ist? Intellektuell gesehen, denken wir das gerne. Wir intonieren das liberale Mantra "Rationalität definiert den Menschen", "mein Leben liegt in meiner Hand", "der Liberalismus ist das Beste, was es gibt".

Aber es gibt Teile von uns, die etwas anderes vermuten und die nicht überzeugt sind.

Wir werden symptomatisch. Dieses Buch stellt die individualistischen Lesarten der Depression in Frage, die in den westlichen Gesellschaften immer noch so dominant sind.

Dies gilt sowohl für Fachkreise als auch für die breite Öffentlichkeit. Es stellt auch die Tragfähigkeit unseres Konzepts der "psychischen Gesundheit" in Frage. Soziale Gesundheitsmodelle gibt es zwar schon seit einiger Zeit, aber die Studie geht noch weiter, indem sie behauptet, dass das "Leben im Liberalismus" selbst ein Risikofaktor für Depressionen ist.

Die liberalen Werte, die wir verteidigen wollen, können auch und gleichzeitig zu psychischen Belastungen führen. Das liegt daran, dass sie auf einem unvollständigen und verzerrten Verständnis der "Person" beruhen, das uns in vielfältige Widersprüche verwickelt, die wir nur schwer mit den Erfahrungen des täglichen Lebens in Einklang bringen können. Im Gegensatz zu der Auffassung, dass es sich bei Depressionen um eine pathologische und individuelle "Störung" handelt, behauptet Living under Liberalism, dass Depressionen eine realistische, legitime und gesunde Reaktion auf einen sozialen Kontext sein können, der selbst pathologisch ist.

Die überarbeitete Prämisse, dass "psychische Gesundheit" ein dynamischer Prozess in einer Gesellschaft ist, die nicht als gesund angesehen werden kann, stellt die gängige "Behandlung" von Depressionen in Frage. Sie hat auch erhebliche Auswirkungen auf Gesundheit und Heilung.

Das Buch stützt sich auf eine Reihe von unterschiedlichen Materialien (von klinischen und soziologischen bis hin zu philosophischen und populären) und ist für ein breites Publikum gedacht. Indem es Gesellschaftskritik mit einem praktischen Ansatz zur "Selbsthilfe" verbindet, zeigt Living under Liberalism, dass das, was wir als persönliche Depression betrachten, weitaus politischer ist, als es den Anschein hat. Es ist ein Buch, das für Kliniker, Akademiker und die breite Öffentlichkeit gleichermaßen von Interesse sein wird.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781581129649
Autor:
Verlag:
Sprache:Englisch
Einband:Taschenbuch

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