Bewertung:

Das Buch untersucht das Leben und die Ideen von Giordano Bruno, insbesondere seine astronomischen Überzeugungen und den Kontext seines Prozesses und seiner Hinrichtung durch die Inquisition. Es zieht Parallelen zwischen Bruno und Galilei und zeigt auf, wie Brunos modernere Ideen über das Universum zu schwerwiegenden Konsequenzen führten. Obwohl das Buch informativ und gut recherchiert ist, gehen die Meinungen darüber auseinander, ob Bruno ein Märtyrer für die Wissenschaft oder für die Infragestellung zentraler christlicher Doktrinen war.
Vorteile:Das Buch ist klar und detailliert geschrieben, mit Zitaten aus Primärquellen, so dass es sowohl für allgemeine Leser als auch für Fachleute zugänglich ist. Der Autor untersucht Brunos Hinrichtung neu und widerlegt Irrtümer darüber, indem er den historischen Kontext fesselnd schildert und die Geschichte anderer Persönlichkeiten wie Galileo und Campanella einfließen lässt.
Nachteile:Einige Leser sind mit dem Standpunkt des Autors nicht einverstanden, da sie der Meinung sind, dass Brunos Bestrafung eher auf seine Ablehnung zentraler christlicher Lehren als auf seine astronomischen Überzeugungen zurückzuführen ist. Es wird auch Kritik an Brunos Charakter und Vorgehensweise geäußert, was darauf hindeutet, dass er unter den Zeitgenossen nicht allgemein respektiert wurde.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Burned Alive: Bruno, Galileo and the Inquisition
Im Jahr 1600 verurteilte die katholische Inquisition den Philosophen und Kosmologen Giordano Bruno wegen Ketzerei, woraufhin er auf dem Campo de' Fiori in Rom lebendig verbrannt wurde.
Historiker, Wissenschaftler und Philosophen sind traditionell der Ansicht, dass Brunos theologische Überzeugungen zu seiner Hinrichtung führten, und leugnen jeden Zusammenhang zwischen seinen Studien über die Natur des Universums und seinem Prozess. Doch in Burned Alive (Lebendig verbrannt) stützt sich Alberto A.
Martinez auf neue Beweise, um zu behaupten, dass Brunos kosmologische Überzeugungen - dass die Sterne Sonnen sind, die von Planetenwelten wie der unseren umgeben sind, und dass die Erde sich bewegt, weil sie eine Seele hat - in der Tat der Hauptfaktor für seine Verurteilung waren. Martinez stellt eine Verbindung zwischen Brunos Prozess und späteren Konfrontationen zwischen der Inquisition und Galilei in den Jahren 1616 und 1633 her und zeigt, wie einige der gleichen Inquisitoren, die Bruno verurteilten, Galilei herausforderten. Insbesondere ein Geistlicher, der die kritischsten Berichte verfasste, die von der Inquisition verwendet wurden, um Galilei 1633 zu verurteilen, schrieb unmittelbar danach ein unveröffentlichtes Manuskript, in dem er Galilei und andere Anhänger von Kopernikus für ihre Überzeugungen über das Universum anprangerte: dass viele Welten existieren und dass die Erde sich bewegt, weil sie eine Seele hat.
Dieses Buch stellt die anerkannte Geschichte der Astronomie in Frage und zeigt, dass Bruno ein wahrer Erneuerer war, dessen Beiträge zur Wissenschaft denen von Galilei vorausgingen. Es zeigt, dass es die Kosmologie und nicht die Theologie war, die Bruno in den Tod führte.