Bewertung:

Das Buch „Food and the City“ von Jennifer Cockrall-King untersucht die urbane Landwirtschaft als Antwort auf die Herausforderungen industrieller Lebensmittelsysteme und betont die Bedeutung der lokalen Lebensmittelproduktion. Es bietet eine detaillierte Untersuchung verschiedener Initiativen für urbane Landwirtschaft in Städten auf der ganzen Welt sowie persönliche Einblicke in die Erfahrungen der Autorin. Das Buch wird als fesselnd und informativ beschrieben, aber es gibt auch Kritik an seiner Anwendbarkeit in verschiedenen Kontexten und an seinem Fokus auf die Produktion von Lebensmitteln im oberen Preissegment.
Vorteile:** Zeitgemäße und relevante Diskussion über urbane Landwirtschaft und ihre Rolle bei der Bewältigung von Problemen der Lebensmittelproduktion. ** Fesselnder Schreibstil, der das Buch leicht und angenehm zu lesen macht. ** Gut recherchiert mit überzeugenden Fallstudien aus mehreren Städten weltweit. ** Bietet erbauliche Lösungen für den Anbau lokaler Lebensmittel und den Aufbau von Gemeinschaften. ** Bietet einen guten historischen Kontext für die Industrialisierung von Lebensmitteln.
Nachteile:** Einige Inhalte könnten veraltet wirken, da sie frühere Perspektiven auf die urbane Landwirtschaft widerspiegeln. ** Kritiker weisen darauf hin, dass der Fokus auf die Produktion von Lebensmitteln im oberen Preissegment nicht auf die Bedürfnisse ärmerer Gemeinden eingeht. ** Die Ideen des Buches können als romantisch oder übermäßig optimistisch angesehen werden, wobei Zweifel an ihrer Umsetzbarkeit in verschiedenen Regionen bestehen. ** Einige Leser sind der Meinung, dass sich das Buch zu sehr auf die staatliche oder private Finanzierung von Projekten der städtischen Landwirtschaft verlässt.
(basierend auf 13 Leserbewertungen)
Food and the City: Urban Agriculture and the New Food Revolution
Eine weltweite Bewegung zur Rückeroberung unserer Lebensmittel wächst. Die Zukunft der Landwirtschaft liegt in unseren Händen - und in unseren Städten.
Dieses Buch untersucht alternative Lebensmittelsysteme in Städten rund um den Globus, die ihre Lebensmittelketten verkürzen, Lebensmittel innerhalb ihrer Stadtgrenzen anbauen und ihre "Lebensmittelsicherheit" selbst in die Hand nehmen. Die Autorin, eine preisgekrönte Lebensmitteljournalistin, hat führende Persönlichkeiten der urbanen Landbaubewegung aufgesucht und Städte besucht, die erfolgreich mit "Lebensmittelwüsten" umgehen. Dabei stellte sie fest, dass es sich nicht nur um ein Nischenthema von Aktivisten handelt, sondern um eine globale Bewegung, die sich über private und öffentliche Bereiche, Wirtschaftsklassen und Kulturen erstreckt.
Sie beschreibt eine globale Bewegung, die von London und Paris bis Vancouver und New York Alternativen zum monolithischen, global integrierten Supermarktmodell aufbaut. Eine Reihe zukunftsorientierter, innovativer Menschen hat in den Städten Anbauräume geschaffen: auf Dächern, in Hinterhöfen, auf unbebauten Grundstücken, entlang von Straßen und sogar in "vertikalen Farmen".
Ob es sich nun um einen öffentlichen Obstgarten handelt, der den Bedarf der Anwohner deckt, oder um eine urbane Farm, die ein brachliegendes innerstädtisches Grundstück zurückerobert hat, um hochwertiges Gemüse an Restaurantköche zu verkaufen - die urbane Lebensmittelrevolution ist eindeutig im Gange und funktioniert. Dieses Buch ist eine aufregende, faszinierende Chronik einer Bewegung, die das Spiel verändert, eine Rebellion gegen den industriellen Lebensmittelriesen und eine Rückeroberung der Gemeinden, um lokal anzubauen, zu verteilen und zu essen.