Leidenschaftliche Freundschaft: Die Ästhetik der Mädchenkultur in Japan

Bewertung:   (4,7 von 5)

Leidenschaftliche Freundschaft: Die Ästhetik der Mädchenkultur in Japan (M. Shamoon Deborah)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

In den Rezensionen wird das Buch als unverzichtbare Quelle für das Verständnis der Geschichte der shōjo-Kultur und der Manga hervorgehoben, die besonders für die Tiefe der Forschung und der Referenzen geschätzt wird. Die konservative Sichtweise des Autors und die akademische, manchmal trockene Darstellung mögen jedoch nicht alle Leser ansprechen.

Vorteile:

Das Buch dient als unentbehrliche Quelle für die Forschung zur Geschichte des shōjo manga, bietet eine umfangreiche Bibliographie mit vielen Referenzen und liefert detaillierte Einblicke von der Meiji-Zeit bis in die 1970er Jahre.

Nachteile:

Die konservative Perspektive des Autors mag nicht jedermanns Erwartungen entsprechen, und der akademische Schreibstil kann als trocken empfunden werden.

(basierend auf 3 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Passionate Friendship: The Aesthetics of Girl's Culture in Japan

Inhalt des Buches:

Shojo-Manga sind romantische Comics für Mädchen im Teenageralter. Sie zeichnen sich durch einen sehr dichten visuellen Stil mit blumigen Hintergründen und großäugigen, androgynen Jungen und Mädchen aus und sind in Japan ein äußerst beliebtes und bekanntes Genre. Warum ist dieses Genre so anziehend? Woher kommt es? Warum gibt es in so vielen Geschichten androgyne Figuren und homosexuelle Romanzen? Passionate Friendship gibt Antworten auf diese Fragen, indem es die japanische Printkultur für Mädchen von ihren Ursprüngen in den literarischen Mädchenzeitschriften der 1920er und 1930er Jahre bis zur Shojo-Manga-Revolution" der 1970er Jahre untersucht, als junge Künstlerinnen das Genre übernahmen. Jahrhundert, sowohl in der Vorkriegs- als auch in der Nachkriegszeit, und erörtert, wie diese Texte eine Mädchenleserschaft ansprachen und formten, auch wenn sie von konkurrierenden politischen und sozialen Ideologien geprägt waren.

Die Autorin zeichnet die Entwicklung der Mädchenkultur in den Zeitschriften der Vorkriegszeit nach und stellt eine Verbindung zu den Comics und der Populärkultur der Nachkriegszeit für Mädchen her. Innerhalb dieser Kultur, die so privat und abgeschottet war wie die Schulen, die die meisten Leserinnen besuchten, entstand ein Diskurs über das Mädchensein, der heterosexuelle Romanzen zugunsten von "S-Beziehungen", leidenschaftlichen Freundschaften zwischen Mädchen, vermied. Diese Vorliebe für Homogenität findet sich auch im Nachkriegsgenre der für Mädchen geschriebenen Boys' Love Manga wieder. Sowohl die S-Beziehungen der Vorkriegszeit als auch die Liebesgeschichten für Jungen der Nachkriegszeit boten Mädchen einen geschützten Raum, in dem sie ihre Identität und Sexualität abseits des Drucks einer patriarchalischen Gesellschaft entwickeln und erforschen konnten. Shojo-Manga boten einer Mädchenleserschaft einen Ort, an dem sie die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens mit anderen teilen konnten, sowie eine Alternative zu dem Bild, das die Medien Jungen und Männern von Mädchen vermittelten.

Die genaue literarische und visuelle Analyse der modernen japanischen Mädchenkultur in Passionate Friendship wird ein breites Spektrum von Lesern ansprechen, darunter Wissenschaftler und Studenten der Japanologie, Geschlechterstudien und Populärkultur.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780824836382
Autor:
Verlag:
Sprache:Englisch
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2012
Seitenzahl:208

Kauf:

Derzeit verfügbar, auf Lager.

Ich kaufe es!

Weitere Bücher des Autors:

Leidenschaftliche Freundschaft: Die Ästhetik der Mädchenkultur in Japan - Passionate Friendship: The...
Shojo-Manga sind romantische Comics für Mädchen im...
Leidenschaftliche Freundschaft: Die Ästhetik der Mädchenkultur in Japan - Passionate Friendship: The Aesthetics of Girl's Culture in Japan

Die Werke des Autors wurden von folgenden Verlagen veröffentlicht: