
Reading Lessons in Seeing: Mirrors, Masks, and Mazes in the Autobiographical Graphic Novel
Der Literaturwissenschaftler Michael A. Chaney untersucht Graphic Novels, um zu zeigen, dass sie in Form und Funktion die Leser darüber informieren, wie sie gelesen werden sollten. Seine Argumente führen zu einer innovativen Analyse der verschiedenen Erkenntnisse, die Comics hervorbringen, und der Methoden, die Künstler und Autoren anwenden, um sie zu vermitteln. Die theoretisch eklektische Studie befasst sich mit den Lehren, die sowohl die Form als auch der Inhalt der berühmtesten Graphic Novels von heute vermitteln.
Chaney analysiert die Lektionen, die in Comics und Graphic Novels eingebettet sind, anhand der zentralen Tropen der Form: dem ikonischen kindlichen Geschichtenerzähler und der inhärenten Kindlichkeit von Comics in der amerikanischen Kultur.
Die Verwendung von Spiegeln und Masken als Chiffren des Unbewussten.
Eingebettete Rätsel und Spiele in ansonsten handlungsorientierten Comicerzählungen.
Und die selbstreflexive Neigung der Form, ihre Arbeit zu zeigen. Comics offenbaren die Arbeit, die in ihre Herstellung fließt, und enthalten Lektionen darüber, wie man das "Werk" als Ganzes lesen kann.
Chaney stützt sich dabei auf eine Reihe von theoretischen Erkenntnissen, von der Psychoanalyse und Semiotik bis hin zu Rezeptions- und Produktionstheorien aus Filmwissenschaft, Kunstgeschichte und Medienwissenschaft. Zu den wichtigsten untersuchten Texten gehören Marjane Satrapis Persepolis
Chris Ware's Jimmy Corrigan: Das klügste Kind der Welt
Joe Saccos Palästina
David B.'s Epileptiker
Kyle Baker's Nat Turner
Und viele mehr. Wie Chaneys Beispiele zeigen, lehren uns Graphic Novels, auch wenn sie in ihrem unendlichen Wechselspiel zwischen Worten und Bildern Bedeutung schaffen.