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Readings in Zoosemiotics
Das Buch ist der erste kommentierte Reader, der sich speziell auf die Disziplin der Zoosemiotik konzentriert. Zoosemiotik kann heute definiert werden als die Untersuchung von Bedeutung, Kommunikation und Repräsentation innerhalb und zwischen Tierarten. Der Name für dieses Gebiet wurde 1963 von dem amerikanischen Semiotiker Thomas A. Sebeok vorgeschlagen. Er legte auch den Rahmen für das Paradigma fest, indem er Verbindungen zu Vorgängern herstellte, die Terminologie beschrieb, die Methodik entwickelte und die Richtung für mögliche zukünftige Studien vorgab.
Der Band enthält eine breite Auswahl von Originaltexten, die von redaktionellen Einleitungen begleitet werden. Eine ausführliche Einleitung erörtert den Platz der Zoosemiotik unter anderen Wissenschaften sowie ihre inneren Dimensionen; das Verständnis des Kommunikationsbegriffs in der Zoosemiotik, das Erbe des Biologen Jakob v. Uexk ll; zeitgenössische Entwicklungen in der Zoosemiotik und andere Fragen. In den Einführungen zu den Kapiteln werden der Hintergrund der Autoren und ausgewählte Texte sowie weitere relevante Texte vorgestellt.
Die ausgewählten Texte decken ein breites Spektrum an Themen ab, wie z.B. die semiotische Konstitution der Natur, die kognitiven Fähigkeiten von Tieren, die Typologie des tierischen Ausdrucks und viele andere Fragen. Die Wurzeln der Zoosemiotik lassen sich bis zu den Werken von David Hume und John Locke zurückverfolgen. Großes Gewicht wird auf das Erbe von Thomas A. Sebeok gelegt, von dem insgesamt vier Aufsätze enthalten sind. Der Reader enthält auch einflussreiche Studien zur tierischen Kommunikation (Tanzsprache der Honigbiene, Alarmrufe der Grünen Meerkatze) sowie theoretische Ausarbeitungen von Gregory Bateson und anderen. Der Reader schließt mit einem Abschnitt, der der zeitgenössischen Forschung gewidmet ist. Readings in Zoosemiotics ist als primäre Informationsquelle über Zoosemiotik gedacht und bietet darüber hinaus zusätzliche Lektüre für Studenten der kognitiven Ethologie und der Tierkommunikationsforschung.