Bewertung:

Das Buch bietet eine gründliche Neubewertung von Lenins frühen politischen Ideen und Handlungen und stellt die traditionellen, während des Kalten Krieges geprägten Darstellungen in Frage. Die Leserinnen und Leser schätzen Lihs detaillierte wissenschaftliche Arbeit und seine klare Sprache, auch wenn das Buch sehr dicht ist und sich nicht an Anfänger richtet. Es liefert wichtige Einblicke in den Marxismus, den Kommunismus und die russische Geschichte, geht aber nicht auf Lenins spätere diktatorische Auswirkungen ein.
Vorteile:⬤ Umfassende und gründliche Wissenschaft
⬤ bietet eine neue Perspektive auf Lenin
⬤ klar und interessant geschrieben
⬤ wichtige Einsichten für das Verständnis des Marxismus und der russischen Geschichte
⬤ enthält eine neue Übersetzung von 'What Is To Be Done.'
⬤ Nicht für Anfänger geeignet
⬤ dichte und schwere Lektüre
⬤ geht nicht angemessen auf die Ergebnisse von Lenins Revolution und der nachfolgenden Diktatur ein
⬤ beschränkt sich auf die Ereignisse bis 190
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Lenin Rediscovered: What Is to Be Done? in Context
Was ist zu tun? wurde lange Zeit als Beweis für Lenins „elitäre“ Haltung gegenüber den Arbeitern interpretiert.
Lih verwendet ein breites Spektrum bisher nicht zugänglicher kontextbezogener Quellen, um diese Lesart des am meisten missverstandenen revolutionären Textes der Geschichte grundlegend zu revidieren. Er argumentiert, dass Lenins Polemik im Kontext einer aufstrebenden Arbeiterbewegung in Russland gesehen werden muss, und zeigt, dass Lenins Perspektive genau in den Mainstream der sozialistischen Bewegung seiner Zeit passte.
Lih zeigt, dass es sich nicht um das Manifest eines autoritären Führers handelt, sondern um einen Handlungsleitfaden für den Zusammenhalt und die Stärkung einer vielversprechenden Bewegung, die auch heute noch von bemerkenswerter Aktualität ist.