
Reading, Wanting, and Broken Economics
Dieses Buch, das historische Studien, Theorien und experimentelle Fiktion miteinander verbindet, nimmt die Warenkultur und den Buchhandel um 1900 als Paradebeispiel für einen Markt symbolischer Güter. Anhand des Hafens von Southampton, England, zeigt Simon R.
Frost, wie die Buchhandlungen der Stadt mit ihren Kombinationen aus Bibliotheken, Kurzwaren, Schreibwaren und Büchern die Träume gewöhnlicher Leser aufrechterhielten und von ihnen getragen wurden, und wie sie gemeinsam die Werte schufen, die diesen Markt antrieben. Die Waren auf diesem Markt waren symbolisch und wurden nicht konsumiert, sondern gelesen.
Ihre Lektüren wurden zwischen anderen Lesern und Texten geschaffen, in fröhlichem Ungehorsam gegenüber den neoliberalen Gesetzen des freien Marktes. Heute machen solche von Lesern geschaffenen sozialen Märkte einen Großteil der Markenökonomien der Welt aus, weshalb Frost zu einem neuen Verständnis sowohl der literarischen als auch der Marktwerte aufruft.