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Dear Appalachia: Readers, Identity, and Popular Fiction Since 1878
Viel Kritik wurde an den negativen Stereotypen der Appalachen geübt, die von Filmen, Fernsehsendungen und Nachrichtenmedien aufrechterhalten werden. Bücher hingegen werden oft enthusiastisch gelobt, weil sie die Einfachheit und Authentizität der Appalachen feiern.
Liebe Appalachen: Readers, Identity, and Popular Fiction since 1878 (Leser, Identität und populäre Belletristik seit 1878) untersucht Fanpost, Rezensionen und die geografische Zugehörigkeit der Leser, um zu verstehen, wie sich die Leser die Region vorgestellt haben und welchen Zweck diese Vorstellungen für sie hatten. Emily Satterwhite verfolgt die sich wandelnden Visionen der Appalachen über die Jahrzehnte hinweg, vom Gilded Age (1865-1895) bis in die Gegenwart, und stellt fest, dass jede Generation ein Publikum hervorgebracht hat, das sich nach einer romantischen Version der Appalachen sehnte.
Laut Satterwhite hat die Bestsellerliteratur die Appalachen als einen unverwechselbaren Ort dargestellt, der sich vom Mainstream der Vereinigten Staaten abhebt, der kosmopolitischen weißen Lesern ein Gefühl von Identität und Gemeinschaft vermittelt und Gefühle von nationalem und kulturellem Stolz hervorgerufen hat. Satterwhite argumentiert, dass regionale Belletristik oft eine Rolle bei der Schaffung und Bekräftigung regionaler Identität spielt, was zum Teil dem Vertrauen der Leser in die Autoren als authentische Vertreter der Regionen, über die sie schreiben, zu verdanken ist. Durch die Kartierung der geografischen Standorte von Fans zeigt Dear Appalachia, dass insbesondere mobile weiße Leser, einschließlich regionaler Eliten, die Appalachen als verwurzelt, statisch und von der kommerziellen Gesellschaft abgeschirmt idealisiert haben, um sich selbst zu versichern, dass es ein "authentisches" Amerika gibt, das von globalen Strömungen unberührt bleibt.
Mit der Untersuchung von Texten wie John Fox Jr.'s The Trail of the Lonesome Pine (1908), Harriette Arnow's The Dollmaker (1954), James Dickey's Deliverance (1970) und Charles Frazier's Cold Mountain (1997) geht Dear Appalachia über die traditionellen Studien zur regionalen Belletristik hinaus, um die Funktionen dieser Erzählungen im Leben der Leser zu dokumentieren und nicht nur aufzuzeigen, was die Menschen über die Appalachen gedacht haben, sondern auch warum.