Bewertung:

Das Buch ist ein nachdenklicher Bericht über die Entwicklung des öffentlichen Dienstes seit der JFK-Ära, in dem die Notwendigkeit hervorgehoben wird, inmitten der vorherrschenden negativen Wahrnehmungen talentierte Personen für Regierungsaufgaben zu gewinnen. Die Autorin teilt ihre persönlichen Erfahrungen und Einsichten, was das Buch zu einer fesselnden Lektüre für jeden macht, der sich für öffentliche Politik und Regierung interessiert.
Vorteile:Anmutig geschrieben, sehr lesenswert, zahlreiche Einblicke in die umfangreiche Karriere des Autors, historischer Kontext zum öffentlichen Dienst, fesselnde Erzählung.
Nachteile:Für diejenigen, die sich nicht für den öffentlichen Dienst oder politische Themen interessieren, ist das Buch möglicherweise nicht geeignet; einige könnten die Konzentration auf bestimmte Personen oder politische Themen als weniger relevant empfinden.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Loving and Leaving Washington: Reflections on Public Service
John Yochelson war siebzehn, als er zum ersten Mal den Aufruf von Präsident Kennedy hörte: "Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann; fragt, was ihr für euer Land tun könnt." Er folgte dem Ruf in den öffentlichen Dienst und saß von Mitte der 1970er bis Mitte der 1990er Jahre in der ersten Reihe, als das Spiel um die Macht in Washington über Parteigrenzen hinweg gespielt wurde. Loving and Leaving Washington ist sein Insiderbericht über das Leben von Staatsbediensteten aus der Perspektive eines lebenslangen Gemäßigten.
Das Center for Strategic and International Studies brachte Yochelson in engen Kontakt mit Schwergewichten wie Henry Kissinger und dem Vorsitzenden der Federal Reserve Paul Volcker; die Arbeit im Council on Competitiveness hielt ihn im Zentrum des Geschehens. Doch der Aufstieg der nackten Parteinahme machte ihm die Arbeit in Washington madig. Im Jahr 2001 verließ er die Machtpolitik, um für eine Sache zu kämpfen, an die er glaubte, und gründete eine gemeinnützige Organisation in San Diego, um die Beteiligung von Frauen und unterrepräsentierten Minderheiten in Wissenschaft und Technik zu erhöhen. Finanzielle Gründe und familiäre Bindungen zogen ihn jedoch zurück in den Beltway.
Die bittersüße Erfahrung, sich von Washington zu lösen und dorthin zurückzukehren, veranlasste Yochelson zu einem offenen Blick auf den Verlust der Mitte in der US-Politik und den Rückgang des öffentlichen Vertrauens in die Regierung. In seinen aufschlussreichen Memoiren reflektiert er über das Engagement der heutigen Generation für ihr Land und betrachtet die Belohnungen, Grenzen und die ungewisse Zukunft des öffentlichen Dienstes.