Bewertung:

In den Rezensionen zu „Limo“ von Dan Jenkins und Bud Shrake findet sich eine Mischung aus begeistertem Lob und Enttäuschung. Viele Leser schätzen den Humor, die scharfe Satire auf die Fernsehindustrie und die einnehmenden Charaktere, während andere der Meinung sind, dass das Buch hinter Jenkins' früheren Werken zurückbleibt und das Tempo und die mangelnde Originalität kritisieren.
Vorteile:⬤ Lustiger und witziger Schreibstil
⬤ aufschlussreiche Satire auf das Reality-TV
⬤ starke Charakterentwicklung
⬤ fesselnde Erzählung
⬤ schnelle und angenehme Lektüre
⬤ verbindet Humor mit Medienkritik.
⬤ Einige Leser empfanden es als langsam und wenig spannend
⬤ einige langjährige Fans waren der Meinung, dass es nicht an die Qualität von Jenkins' früheren Werken heranreicht
⬤ Kritik an den sich wiederholenden Themen und dem Mangel an neuem Material.
(basierend auf 18 Leserbewertungen)
Limo
Dan Jenkins und Bud Shrake haben das Reality-TV schon Jahrzehnte vor seiner Verbreitung erfunden - und es in einem Comic-Roman aufgespießt, der seiner Zeit weit voraus war. Frank Mallory ist ein hohes Tier bei einem der vier großen Fernsehsender.
Während er in seinem "Silver Goblet", einer Rolls-Royce-Limousine, durch Manhattan cruist, stellt er fest, dass das Leben auf der Überholspur langsam aus den Fugen gerät. Die Trennung von seiner Frau, sein Chef "The Big Guy" und verrückte Hollywood-Stars - während er gleichzeitig einen Job mit hohem Risiko ausüben muss - führen dazu, dass Frank Mallory, nun ja, ausrastet. Nachdem Frank damit zu kämpfen hat, alle Sendeplätze seines viertgrößten Senders zu füllen - der hinter CBS, NBC und ABC zurückbleibt -, zwingt ihn der "Big Guy" dazu, eine Show namens "Just Up The Street" zu kreieren, die gewöhnliche Amerikaner mit dem "echten" Leben anderer gewöhnlicher Amerikaner unterhalten soll.
Letztendlich führt das daraus resultierende Drehbuch zum Untergang des Big Guy und zwingt alle anderen dazu, in eine Realität zurückzukehren, die ohne Anführungszeichen auskommt. Limo ist eine witzige, unterhaltsame Karikatur des Lebensstils der Reichen und Berühmten und bietet einen faszinierenden Einblick in die Welt des Fernsehens.
In einem Dunst aus Alkohol und Drogen sehen wir Franks verzweifelte Suche nach einem normalen Leben und echten Beziehungen. Frank Mallorys einzige echte Beziehungen findet er in der Enge seines Silver Goblet, wo er Freundschaft mit D. Wayne Cooper und Liebe mit Sally Hawks findet.
Erst nach einer Reihe von Krisen findet Frank schließlich zu sich selbst - und zu dem Glück, das ihm bisher versagt blieb. Ursprünglich 1976 veröffentlicht, ist Limo jetzt wieder im Druck, komplett mit einem Vorwort des gefeierten Autors Jeff Guinn.