Bewertung:

Das Buch „List Cultures“ von Young bietet eine aufschlussreiche Erforschung der Bedeutung von Listen im Laufe der Geschichte und verbindet sie mit kulturellen, sozialen und administrativen Funktionen. Er argumentiert, dass Listen als entscheidende Werkzeuge dienen, die gesellschaftliche Strukturen sowohl widerspiegeln als auch formen, und hebt ihre Rolle in verschiedenen historischen Kontexten hervor, von der antiken Keilschrift bis zu modernen Medien.
Vorteile:⬤ Großartiger Schreibstil und scharfe Beobachtungen
⬤ eine sinnvolle Mischung aus formaler Analyse und soziologischen Implikationen
⬤ setzt sich effektiv mit historischen und zeitgenössischen Beispielen auseinander
⬤ bietet verlockende Quellen für weitere Erkundungen
⬤ präsentiert ein überzeugendes Argument über die kulturelle Bedeutung von Listen bei der Vermittlung sozialer Ordnung.
Der soziologische Ansatz mag diejenigen nicht ansprechen, die eine rein formalistische Analyse bevorzugen; einige Leser könnten die Erforschung der Medien und der Moderne etwas überwältigend oder weniger nachvollziehbar finden.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
List Cultures: Knowledge and Poetics from Mesopotamia to Buzzfeed
Wir leben in einem Zeitalter der Listen, von Zeitschriftenbeiträgen bis hin zu Online-Klickfängern.
Dieses Buch verortet die Liste in einer langen Tradition und stellt zentrale Fragen zur Liste als kulturelle und kommunikative Form. Was, so fragt Liam Cole Young, kann uns diese scheinbar harmlose Form über historische und zeitgenössische Medienumgebungen und logistische Netzwerke sagen? Indem er deutsche Theorien der Kulturtechniken mit anglo-amerikanischen Ansätzen verbindet, die sich mit ähnlichen Fragen befassen, leistet List Cultures einen wichtigen Beitrag zu den Debatten über den New Materialism und die post-humane Wende.