
Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Didaktik - Französisch - Literatur, Werke, Universit de Yaound I (D Département de littratures et civilisations ngro-africaines), Sprache: Französisch, rsum Die ngro-afrikanische Literatur ist heute mit anderen Literaturen der Welt vernetzt.
Die Verwendung der indo-europäischen Sprachen trangrischer Herkunft für ihre Botschaft macht sie zu einem Teil der Globalisierung, die vom brutalen kolonialen Kontakt bis heute andauert. Die geringe Bedeutung, die dem Buch in Afrika beigemessen wird, und das Fehlen einer wirklich nachhaltigen Kulturpolitik zur Förderung des Buches führen nicht nur zur Abwanderung von Talenten nach Europa, sondern auch zur Entstehung eines neuen literarischen Phnomens: der Migration der ngo-afrikanischen literarischen Vorstellungswelt von lokalen Themen zu Themen von globaler Bedeutung.
Da Europa für viele schwarze Schriftsteller zum Paradies geworden ist, müssen die Themen nicht mehr unbedingt in ihrem ursprünglichen soziopolitischen, kulturellen und wirtschaftlichen Umfeld angesiedelt sein, sondern werden an die Wünsche und das Bewusstsein ihrer neuen Zielgruppe, des europäischen Publikums, angepasst. Was sind die Auswirkungen und Herausforderungen dieses literarischen Phnomens? Dieser Artikel versucht, einen Beitrag zu leisten, der sicherlich nicht vollständig ist, sondern nur den Weg für andere, umfangreichere wissenschaftliche Arbeiten ebnet.