
In diesem kurzen Essay wird die Aktualität, wenn nicht sogar die Möglichkeit einer Ästhetik der Ereignisse, die unsere zeitgenössischen Veränderungen begleiten, in Frage gestellt; dieselben Ereignisse, die es uns ermöglichen, uns für die Nachbarschaftsformen, in die wir immer stärker eingebunden sind, sensibel zu machen.
Diese neuen Nachbarschaftsbeziehungen (Umwelt, Stadt, Computer... ), oder vielmehr ihre Intensivierung, setzen, wenn sie eine Form der Dystopie verhindern sollen, insbesondere eine andere Formulierung der Begriffe Identität und Territorium voraus. Der Begriff der Atopie kann uns dabei helfen, wenn gleichzeitig die sinnliche Erfahrung privilegiert wird, die in unseren Augen die einzige ist, die eine bestimmte Form der Gastfreundschaft eröffnen kann, nicht so sehr gegenüber einer vermeintlichen Altruität, sondern gegenüber einer bestimmten Idee einer gemeinsamen Welt.