Bewertung:

Die Rezensionen von Erasmus' „Lob der Torheit“ spiegeln eine Mischung aus Bewunderung und Frustration wider. Die Leser schätzen die satirische und geistreiche Prosa, in der die Oberschicht und die religiösen Praktiken des 16. Jahrhunderts kritisiert werden, und viele finden Humor und Einsicht in die Erforschung der Torheit. Jahrhundert kritisiert, und viele finden Humor und Einsicht in die Narrheit des Buches. Andere wiederum haben mit dem dichten Schreibstil, der komplexen Satzstruktur und den Verständnisschwierigkeiten zu kämpfen, was darauf hindeutet, dass das Buch möglicherweise nicht für Gelegenheitsleser geeignet ist. Auch Übersetzungsprobleme und die Qualität des Buches wurden bemängelt.
Vorteile:⬤ Humorvolle und geistreiche Prosa
⬤ aufschlussreiche Kritik an Gesellschaft und Religion
⬤ regt den Geist des Lesers an
⬤ ein Klassiker, der die Gedanken der Renaissance widerspiegelt
⬤ unterhaltsam für Leser mit Geduld und Wertschätzung für historische Literatur.
⬤ Schwieriger Schreibstil mit langen Sätzen
⬤ schwierig zu folgen
⬤ einige Leser fanden es ermüdend
⬤ schlechte Übersetzungen und Probleme mit der physischen Buchqualität
⬤ nicht geeignet für Gelegenheitsleser oder diejenigen ohne ein starkes Interesse am Thema.
(basierend auf 42 Leserbewertungen)
In Praise of Folly
Erasmus schrieb „Lob der Torheit“, sein Meisterwerk der ironischen Literatur, in weniger als einer Woche, während er von Italien nach England reiste, um seinen guten Freund Thomas More zu besuchen. Er schrieb es nur, um sich selbst zu amüsieren, und war erstaunt über seine sofortige und breite Popularität.
Doch seine Satire auf den Klerus, die Oberschicht und die allgemeine Anmaßung, die von der Göttin Torheit, Tochter der Jugend und des Reichtums, erzählt wird, traf den Nerv der Zeit und wird von einigen Historikern als einer der Auslöser der protestantischen Reformation angesehen. Dies mag Erasmus enttäuscht haben, der zwar der Kirche kritisch gegenüberstand, aber nie die Absicht hatte, eine Spaltung zu fördern, und bis zu seinem Tod ein treuer Anhänger blieb. Erasmus' zeitloser Klassiker wird immer noch regelmäßig in Englischkursen an Hochschulen gelesen und ist heute noch genauso aktuell wie vor fast fünfhundert Jahren, als er erstmals geschrieben wurde.
Der holländische Humanist, Gelehrte und Theologe DESIDERIUS ERASMUS (1466? -1536) ist vielleicht am besten durch sein Werk Lob der Torheit in Erinnerung geblieben. Zu seinen weiteren Werken gehören Handbuch eines christlichen Ritters (1503), Instituto principis Christiani (1516) und Colloquia familiaria (1518).