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Logica, or Summa Lamberti
Der Logiker Lambert von Auxerre aus dem dreizehnten Jahrhundert war bekannt für seine Summa Lamberti oder einfach Logica, die er Mitte der 1250er Jahre verfasste und die in der westlichen Tradition zu einem maßgeblichen Lehrbuch der Logik wurde. Unser Wissen über die mittelalterliche Logik stammt zu einem großen Teil aus Lamberts Logica und drei weiteren Texten: William von Sherwoods Introductiones in logicam, Peter von Spaniens Tractatus und Roger Bacons Summulae dialectics.
Von den vier Texten ist Lamberts Werk das beste Beispiel für Frage-Summas, die in erster Linie durch das Stellen und Beantworten von Fragen zum Thema entstehen. Thomas S. Maloneys Übersetzung der Logica, die einzige vollständige Übersetzung dieses Werks in eine beliebige Sprache, ist ein Meilenstein für das Studium der mittelalterlichen Logik.
Maloneys Projekt ist mehr als nur eine Übersetzung, es ist eine kritische, umfassende Studie von Lamberts Logik im Kontext seiner Zeitgenossen und Vorgänger.
Als solches bietet es eine Fülle von Kommentaren und Anmerkungen. Die lange Einleitung und die ausführlichen Anmerkungen zum Text erläutern den Ursprung, den theoretischen Kontext und die Feinheiten des Textes und seiner Lehren.
Maloney geht auch auf die umstrittenen Fragen der Autorschaft, des Datums und des Ortes der Veröffentlichung der Summa Lamberti ein und stellt dem ausschließlich englischsprachigen Publikum die französischen, deutschen und italienischen Sekundärquellen - alle übersetzt - zur Verfügung, die für den Einstieg in die Diskussion erforderlich sind. "Thomas S. Maloney beherrscht die primären und sekundären Quellen, die zur Erläuterung von Lamberts Logica notwendig sind, perfekt.
Als Experte für die Philosophie Roger Bacons beweist er eine seltene Beherrschung des mittelalterlichen Lateins und der scholastischen Logik. Seine Verweise auf Quellen aus der Antike (Aristoteles und Boethius) und dem Mittelalter sind treffend, klar und nützlich. Die Aufmachung des Bandes mit einer angemessenen Einleitung und einem Kommentar in den Endnoten wird ihn zweifellos zu einem unverzichtbaren Hilfsmittel für Wissenschaftler im einundzwanzigsten Jahrhundert machen." --Alan Perreiah, Universität von Kentucky.