Bewertung:

Das Buch „Logic as a Liberal Art“ von R. E. Houser wird für seine überzeugende Logik und seinen klaren Schreibstil gelobt und bietet eine fundierte, aber dennoch zugängliche Einführung in die aristotelische Logik. Es eignet sich zwar gut für Studenten im ersten Studienjahr, doch manche Leser wünschen sich eine eingehendere Behandlung bestimmter Themen und philosophischer Erklärungen.
Vorteile:Fesselnder und klarer Schreibstil, tiefgreifende Einsichten, zugeschnitten auf Studenten im ersten Studienjahr, ausgezeichnete Einführung in die aristotelische Logik, umfassend und genau.
Nachteile:⬤ Einige Kapitel über Grammatik oder Schreiben werden als unnötig empfunden
⬤ unvollständige Behandlung der Induktion
⬤ es fehlt die Tiefe und die philosophischen Erklärungen, die man in anderen Werken wie Maritains 'Formaler Logik' findet.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Logic as a Liberal Art: An Introduction to Rhetoric and Reasoning
Im einundzwanzigsten Jahrhundert gibt es zwei Möglichkeiten, Logik zu studieren. Der neuere Ansatz ist die symbolische Logik. Die Geschichte des Logikunterrichts seit dem Zweiten Weltkrieg lässt jedoch Zweifel an der Idee aufkommen, dass die symbolische Logik am besten für einen ersten Logikkurs geeignet ist. Logik als freie Kunst ist als Teil eines Minderheitskonzepts konzipiert, bei dem die Logik auf "verbale" Weise, in der "natürlichen" Sprache des Schülers, gelehrt wird, dem von Aristoteles erfundenen Ansatz. Allein aus Gründen der Nützlichkeit ist dieser "verbale" Ansatz für einen ersten Logikkurs für alle Schüler besser geeignet.
Jahrtausendelang wurde diese "verbale" Herangehensweise an die Logik in Verbindung mit Grammatik und Rhetorik gelehrt, dem so genannten Trivium. Der Rückgang des Grammatik- und Rhetorikunterrichts an amerikanischen Sekundarschulen hat Dr. Rollen Edward Houser dazu veranlasst, dieses Buch zu entwickeln. Der erste Teil behandelt Grammatik, Rhetorik und das Wesen der Logik. Den Lehrern, die Rhetorik verachten, steht es natürlich frei, diese Lektionen auszulassen. Die Behandlung der Logik selbst folgt Aristoteles' Einteilung in die drei Akte des Verstandes (Prior Analytics 1. 1). Die formale Logik wird dann in Aristoteles' Reihenfolge aufgegriffen, mit Teilen über die Logik der Begriffe, der Propositionen und der Argumente.
Der Schwerpunkt in Logic as a Liberal Art liegt auf dem Erlernen der Logik durch das Lösen von Problemen. Folglich gibt es in jeder Lektion mehr Probleme als zum Beispiel in vielen Lehrbüchern. Darüber hinaus wurden besondere Anstrengungen unternommen, um leichte, mittelschwere und schwierige Probleme in jedem Problem Set zu haben. Auf diese Weise sind die Problemstellungen so konzipiert, dass sie für alle Schüler eine Herausforderung darstellen, von denjenigen, die einen Logikkurs am dringendsten benötigen, bis hin zu den allerbesten Schülern.