Bewertung:

Das Buch befasst sich mit der Komplexität des Denkens und der Sprache und bietet eine Mischung aus Humor und Tiefgang. Es erkennt die Grenzen probabilistischer Ansätze zum Verständnis des Geistes an und erforscht die Rolle neuronaler Netze bei der Begriffsbildung.
Vorteile:Tiefgreifende Einblicke in die Beziehung zwischen Sprache und Denken, humorvoller Ton, Auseinandersetzung mit komplexen philosophischen Ideen und eine neue Perspektive auf die Rolle neuronaler Netze in der Kognition.
Nachteile:Die Diskussion könnte für Gelegenheitsleser zu technisch oder akademisch sein, und der dichte Inhalt könnte eine sorgfältige Lektüre erfordern, um die vorgebrachten Argumente vollständig zu verstehen.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Lot 2: The Language of Thought Revisited
Jerry Fodor stellt eine neue Entwicklung seiner berühmten Hypothese der Sprache des Denkens vor, die seit den 1970er Jahren im Mittelpunkt der interdisziplinären Debatte über die Funktionsweise des Geistes steht. Fodor verteidigt und erweitert die bahnbrechende Idee, dass das Denken in ein symbolisches System eingebettet ist, das im Gehirn realisiert wird. Dieser Gedanke steht im Mittelpunkt der Repräsentationstheorie des Geistes, die Fodor zu einem zentralen Bezugspunkt der modernen Philosophie, Psychologie und Kognitionswissenschaft gemacht hat. Der Grundstein unserer heutigen Kognitionswissenschaft ist Turings Vorschlag, dass kognitive Prozesse keine Assoziationen, sondern Berechnungen sind, und dass Berechnungen eine Sprache des Denkens erfordern.
Das neueste Werk über die Hypothese der Sprache des Denkens, das von ihrem Urheber stammt, verspricht also ein Meilenstein in der Erforschung des Geistes zu werden. LOT 2 bietet eine stichhaltigere Darstellung und eine umfassendere Erklärung von Fodors unverwechselbarer Darstellung des Geistes, mit verschiedenen faszinierenden neuen Merkmalen. Die zentrale Rolle der Kompositionalität in der Repräsentationstheorie des Geistes wird deutlich: Das meiste, was wir über Begriffe wissen, folgt aus der Kompositionalität der Gedanken. Fodor zeigt die Notwendigkeit einer referentialistischen Darstellung des Inhalts von intentionalen Zuständen und einer atomistischen Darstellung der Individuation von Begriffen. Zu den neuen Entwicklungen gehört nicht zuletzt Fodors Identifizierung und Verfolgung des Pragmatismus als der führenden Fehlerquelle in der heutigen Geisteswissenschaft.
LOT 2 sieht Fodor unerschrocken auf das Endziel einer Theorie des kognitiven Geistes und insbesondere einer Theorie der Intentionalität der Kognition zusteuern. Niemand, der sich mit dem Geist beschäftigt, kann Fodors Ansichten ignorieren, die er in dem aufrüttelnden und provokativen Stil darlegt, der unzählige Leser im Laufe der Jahre erfreut und verwirrt hat.