
An der Schnittstelle zwischen dem Politischen und dem Kulturellen positionierten sich die kommunistischen Parteien Lateinamerikas im 20. Jahrhundert.
An diesem Schnittpunkt fanden viele Intellektuelle und Künstler einen Sinn für ihr Handeln. Die intellektuelle Biografie des Argentiniers Hector Agosti zeichnet diese Räume der Politisierung von Kulturakteuren nach.
In den 1930er Jahren war er politischer Gefangener, veröffentlichte nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis sein erstes Buch und positionierte sich seither in den Debatten über den sozialistischen Realismus, die Kunst und die Rolle der Intellektuellen. Als Autor mehrerer Bücher und Förderer kultureller Unternehmungen hat Agosti sein ganzes Leben lang die Verbindung zwischen intellektueller Arbeit und politischer Militanz gefördert.