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Funny Girls: Guffaws, Guts, and Gender in Classic American Comics
Mehrere Generationen lang galten Comics als Jungenclub - sie wurden von, für und über Männer und Jungen geschaffen. Im einundzwanzigsten Jahrhundert haben Comics jedoch einen Aufschwung weiblicher Schöpfer, Figuren und Leser erlebt. Während diese plötzliche Präsenz von Frauen und Mädchen in Comics als neu und bemerkenswert angesehen wird, trifft diese Beobachtung nicht auf die gesamte Geschichte des Genres zu.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war das Medium für beide Geschlechter gleichermaßen interessant, und in einigen der frühesten, erfolgreichsten und einflussreichsten Comics waren Mädchen die Protagonistinnen. In Funny Girls: Guffaws, Guts, and Gender in Classic American Comics untersucht Michelle Ann Abate die wichtige, aber lange übersehene Riege junger weiblicher Protagonistinnen in US-Comics in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Jahrhunderts. Sie behandelt Figuren von Little Orphan Annie und Nancy bis hin zu Little Lulu, Little Audrey of the Harvey Girls und Li'l Tomboy - eine Gruppe, die zusammen eine Tradition von funny girls in amerikanischen Comics bildet.
Abate zeigt die enorme Popularität, die diese lustigen Mädchen genossen, und enthüllt ihren unerforschten erzählerischen Reichtum, ihre ästhetische Komplexität und ihre kritischen Möglichkeiten. Ein Großteil des Humors in diesen Comics entstand aus der Infragestellung von Geschlechterrollen, der Infragestellung sozialer Umgangsformen und der Auflehnung gegen den Status quo. Darüber hinaus enthalten sie aussagekräftige Aussagen über die Konstruktion und die Überschneidung von Rasse, Klasse, Geschlecht und Alter sowie über populäre Wahrnehmungen von Kindern, Darstellungen des Mädchenseins und sich verändernde Einstellungen zur Jugend. Und schließlich, was ebenso wichtig ist, beleuchten diese Strips ein weiteres wichtiges Phänomen innerhalb der Comics: Branding, Lizenzierung und Merchandising. Zusammengenommen boten diese Comics weit mehr als nur Unterhaltung - sie waren ernstzunehmende Mittel für kulturelle Kommentare und gesellschaftspolitische Veränderungen.