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Covering Up Luther: How Barth's Christology Challenged the Deus Absconditus That Haunts Modernity
Die Christologie Karl Barths bietet einen Schlüssel zur Überwindung des Deus absconditus, der, wie Rustin Brian behauptet, in Wirklichkeit der Gott der Moderne ist.
Dazu gehört auch die Ablehnung der logischen und philosophischen Systeme, die das moderne Verständnis von Gott als Deus absconditus ermöglichen, nämlich Dialektik und Nominalismus. Diese Ablehnung zeigt sich interessanterweise in Barths Entscheidung, die Werke Martin Luthers in seiner persönlichen Bibliothek buchstäblich mit einem Teppich zuzudecken.
Sicherlich war dies mehr als nur ein dekorativer Akt. Die Lektüre von Barths Werken, die sich aus diesem Ausgangspunkt ergibt, stellt einen Großteil der zeitgenössischen Barth-Forschung in Frage und fordert die Leser auf, Barth neu zu überdenken. Durch die sorgfältige Untersuchung eines großen Teils von Barths Schriften, insbesondere im Hinblick auf die Fragen der Erkenntnis oder der Wissbarkeit Gottes sowie der Christologie, argumentiert Brian, dass die zeitgenössische Barth-Forschung in einem sorgfältigen Gespräch mit den besten Beispielen sowohl der protestantischen als auch insbesondere der römisch-katholischen Theologie erfolgen sollte.
Barths paradoxe Christologie wird so zur Grundlage für eine dogmatische Ökumene. Barths Christologie könnte also Möglichkeiten zur Diskussion und sogar zur Konvergenz innerhalb einer Kirche eröffnen, die alles andere als eine ist.