Bewertung:

Das Buch bietet einen grundlegenden Überblick über die Studien zur antiken Magie, insbesondere im griechischen und römischen Kontext, und erforscht die Beziehung zwischen Magie und Religion. Obwohl es wertvolle Einblicke in magische Praktiken und historische Kontexte bietet, hat es hinsichtlich seiner Tiefe und seines Schreibstils gemischte Kritiken erhalten.
Vorteile:Das Buch ist gut geschrieben, fesselnd und bietet eine gute Einführung in das Studium der Magie in der antiken Welt. Es ist auch für Nicht-Fachleute zugänglich und bietet eine Mischung aus Humor und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Viele Rezensenten hoben den informativen Charakter des Buches hervor und zeigten sich zufrieden mit dem Überblick über magische Praktiken und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen.
Nachteile:Kritiker wiesen darauf hin, dass es dem Buch an Tiefe fehlt, da es einen relativ engen historischen Zeitraum abdeckt, ohne frühere Praktiken oder breitere Zusammenhänge ausreichend zu erforschen. Einige fanden den Text langweilig und wenig fesselnd und bemängelten, dass der Schwerpunkt zu sehr auf wissenschaftlichen Debatten statt auf inhaltlichen Aspekten liege. Es wird auch gefordert, die Rolle der Wahrsager und die Beziehung zwischen den Weisen und den einheimischen Kulturen stärker zu diskutieren.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Magic in the Ancient World
Die Griechen und Römer der Antike griffen häufig zur Magie, um persönliche Ziele zu erreichen. Magische Rituale galten als ein Weg, um direkten Zugang zu den Göttern zu erhalten, sowohl für materielle Gewinne als auch für spirituelle Befriedigung.
In diesem faszinierenden Überblick über magische Überzeugungen und Praktiken vom sechsten Jahrhundert v. Chr. bis in die Spätantike wirft Fritz Graf ein neues Licht auf die antike Religion.
Der Glaube an die Wirksamkeit der Magie ist weit verbreitet: Die Zeitgenossen von Platon und Aristoteles legten Voodoo-Puppen auf Gräber, um Geschäftskonkurrenten zu schaden oder Liebhaber anzuziehen.
Die Zwölftafel des römischen Rechts verbietet die magische Übertragung von Ernten von einem Feld auf ein anderes. Gräber, Brunnen und Quellen im gesamten Mittelmeerraum haben eine große Anzahl griechischer und lateinischer Fluch-Tafeln hervorgebracht.
Und die antike Literatur ist voll von Szenen der Magie, von Nekromantie bis hin zu Liebeszaubern. Graf untersucht die wichtigsten Arten der Magie in der griechisch-römischen Antike, beschreibt die Riten und erklärt die Theorie dahinter. Und er charakterisiert den antiken Magier: seine Ausbildung und Einweihung, seinen sozialen Status und seine mutmaßliche Verbindung zur göttlichen Welt.
Mit einer scharfsinnigen Analyse der zugrunde liegenden Vorstellungen und anschaulichen Fallbeispielen vermittelt Graf ein umfassendes Bild von der Praxis der Magie und ihren Auswirkungen. Er schließt mit einer Bewertung des Verhältnisses von Magie und Religion. Magie in der antiken Welt bietet einen ungewöhnlichen Blick auf das antike griechische und römische Denken und ein neues Verständnis des populären Rückgriffs auf das Übernatürliche.