Bewertung:

Das Buch „Magic, Mystery, and Science“ von Dan Burton und David Grandy stellt eine umfassende Untersuchung des Okkulten in der westlichen Geschichte dar und beleuchtet seine Beziehung zu Religion und Wissenschaft. Während es eine gut recherchierte und zum Nachdenken anregende Darstellung bietet, die sowohl Gelegenheitsleser als auch Wissenschaftler anspricht, kritisieren einige Rezensenten, dass es an praktischen Einsichten mangelt und eine starke christliche Voreingenommenheit aufweist.
Vorteile:⬤ Gründliche und fesselnde Erforschung des Okkulten, mit einem humorvollen und nachdenklichen Ton.
⬤ Zugängliches Schreiben, das sowohl allgemeine Leser als auch solche mit akademischen Interessen anspricht.
⬤ Deckt ein breites Spektrum an Themen ab, von historischen Hexenverfolgungen bis hin zu modernen okkulten Bewegungen, und vermittelt so ein breites Verständnis von Esoterik im Kontext.
⬤ Diskutiert gekonnt das Zusammenspiel von Religion, Wissenschaft und Magie.
⬤ Ermutigt die Leser, vorgefasste Meinungen über das Okkulte zu überdenken und bietet eine differenziertere Perspektive.
⬤ Einige Abschnitte werden als oberflächlich empfunden und lassen den Leser mit dem Wunsch nach einer detaillierteren Erforschung bestimmter Themen zurück.
⬤ Kritik an einer stark christlich geprägten Sichtweise, die alternative religiöse Standpunkte und Kontexte vernachlässigt.
⬤ Einige Leser sind der Meinung, dass es den Autoren an praktischer Erfahrung mit den besprochenen okkulten Praktiken mangelt und halten das Buch für zu theoretisch.
⬤ Die Behandlung bestimmter Themen, wie Gnostizismus und Antisemitismus, wurde als falsch dargestellt oder zu stark vereinfacht angesehen.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
Magic, Mystery, and Science: The Occult in Western Civilization
" P. D. Ouspenskys) Sehnsucht nach einer transzendenten, zeitlosen Realität - einer, die den physischen Zerfall und den Tod aufhebt - fließt auf einer grundlegenden Ebene in die Wissenschaft ein.
Einstein fand Trost in seiner Relativitätstheorie, die ihm suggerierte, dass Ereignisse im Raum-Zeit-Kontinuum allgegenwärtig sind. Als sein Freund Michele Besso kurz vor seinem eigenen Tod verstarb, schrieb er: "Für uns gläubige Physiker ist die Unterscheidung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nur eine Illusion, wenn auch eine hartnäckige." -aus Magie, Mysterium und Wissenschaft.
Der Triumph der Wissenschaft scheint alle anderen Erklärungen für die Realität in den Hintergrund gedrängt zu haben. Astrologie, Alchemie oder Magie haben nicht mehr die Kraft, uns die Welt zu erklären. Dennoch hat jedes dieser Glaubenssysteme, wie auch die Religion, einst dazu beigetragen, Licht in die Dunkelheit zu bringen, in der wir uns befinden. Auch die okkulten Künste sind nicht verschwunden. Wir Menschen haben ein Bedürfnis nach Geheimnissen und einem Sinn für das Unendliche.
Magie, Mysterium und Wissenschaft stellt den Okkultismus als eine "dritte Strömung" des Glaubens dar, die für die Gestaltung der westlichen Zivilisation ebenso wichtig war wie der griechische Rationalismus oder das jüdische Christentum. Der Okkultismus sucht nach Erklärungen für eine Welt, die lebendig und intelligent ist - ganz anders als die, die die Wissenschaft annimmt. Indem dieses Buch diese Überzeugungen ernst nimmt, ohne die Wissenschaft aus den Augen zu verlieren, versucht es, etwas von der Kraft des Okkulten zu erfassen. Die Leser werden entdecken, dass der Okkultismus eine lange Geschichte hat, die bis nach Babylonien und ins alte Ägypten zurückreicht. Er geht mit Religion und Wissenschaft einher und vermischt sich häufig mit ihnen. Vom ägyptischen Totenbuch bis zum New-Age-Glauben, von Platon bis Adolf Hitler wurden okkulte Wissensformen benutzt - und auf abscheuliche Weise missbraucht -, um eine Welt zu erklären, die uns noch immer mit dem Wissen um ihre dunklen Geheimnisse lockt.