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Magical Arrows: The Maori, the Greeks, and the Folklore of the Universe
Magical Arrows ist eine faszinierende und anspruchsvolle Erforschung der Kosmologie und verbindet die westliche philosophische Tradition mit den kosmologischen Traditionen nicht-westlicher Gesellschaften, insbesondere der polynesischen. Indem er die Mythologie und Philosophie der neuseeländischen Maori als Kontrapunkt zum westlichen Denken nutzt, findet Schrempp einen gemeinsamen philosophischen Nenner im Denken des vorsokratischen Philosophen Zenon von Elea. Schrempp schlägt vor, dass die Paradoxa des Zenon zusammen mit den philosophischen Spekulationen, die sie historisch inspiriert haben, anspruchsvolle Einsichten enthalten, die dennoch allgemein genug sind, um die Grundlagen einer vergleichenden Kosmologie zu bilden.
Schrempp weist darauf hin, dass die vielleicht bemerkenswerteste zenonische Einsicht darin besteht, dass die Paradoxie der kosmologischen Spekulation immanent ist. Aber er weist darauf hin, dass es viele andere Merkmale von Zenos Ansatz gibt, einschließlich der Strategie der Gegenüberstellung von konkreten Bildern und mathematischen Darstellungsformen, die in der westlichen Geistesgeschichte immer wieder auftauchen. Schrempp führt eine Reihe von Gegenüberstellungen durch - zwischen Zeno, Kant, Lovejoy und L vi-Strauss sowie zwischen westlichen Kosmologen und solchen aus anderen Kulturen -, um subtile Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen den intellektuellen Traditionen hervorzuheben und den begrifflichen Apparat der westlichen Sozialwissenschaft zu untersuchen.
Schrempp kommt zu dem Schluss, dass eine sinnvolle vergleichende Kosmologie möglich ist und dass die Tradition des Zenon einen günstigen Ausgangspunkt für eine solche Perspektive bietet.