Bewertung:

Das Buch *Mahu oder Das Material* von Robert Pinget ist ein skurriler, absurder Roman, der sich konventionellen Erzählstrukturen und verständlichen Beschreibungen widersetzt. Er besteht aus einer Reihe kurzer, in sich geschlossener Kapitel, die Themen wie Bewusstsein, Erinnerung und die Absurdität der Existenz durch eine Erzählung erkunden, in der fiktive Charaktere mit Einflüssen und Erfahrungen aus dem wirklichen Leben verwoben werden. Die Leser können entweder mit den tragikomischen Elementen des Romans mitschwingen oder sich mit seinem innovativen, aber anspruchsvollen Stil auseinandersetzen.
Vorteile:Der innovative Stil des Romans ist fesselnd und regt zum Nachdenken an und bietet eine einzigartige Perspektive auf das Leben und das Bewusstsein. Er zeichnet sich durch Humor und clevere Wortspiele aus, die an einflussreiche Autoren wie Samuel Beckett und Donald Barthelme erinnern. Für Leser, die Absurdität und Experimente in der Literatur zu schätzen wissen, kann *Mahu* einen tiefen Eindruck hinterlassen und tiefe Einsichten in die Existenz vermitteln.
Nachteile:Aufgrund seiner unkonventionellen Erzählstruktur und des Fehlens eines klaren Verlaufs könnte das Buch für viele Leser unzugänglich und verwirrend sein. Der Schreibstil kann als chaotisch oder unbeholfen empfunden werden, was diejenigen, die eine geradlinige Erzählweise bevorzugen, möglicherweise abschreckt. Einige Leser könnten es als schwierig empfinden, sich auf den Text einzulassen, da es erhebliche Anstrengungen erfordert, seine Komplexität zu erfassen.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Mahu, Or, the Material
In der Tradition von Flann O'Briens At Swim-Two-Birds, Gilbert Sorrentinos Mulligan Stew und Raymond Queneaus The Flight of Icarus erzählt Robert Pingets Mahu or The Material die Geschichte von Mahu, einem faulen Mann, der eine Figur in dem scheiternden Roman seines Freundes Latirail sein könnte, der von Figuren übernommen wird, die von Sinture, einem anderen Schriftsteller, erfunden wurden.
Die zweite Hälfte des Romans besteht aus Mahus seltsamen und urkomischen Betrachtungen über alles Mögliche, von Bauchtänzerinnen bis hin zu der Tatsache, dass er Ideen von anderen Menschen auf die gleiche Weise aufschnappt, wie er sich Keime einfängt. Mahu ist Pingets witzigster Roman mit einer Mischung aus schwarzem Humor und manischen Wortspielen und ist heute noch genauso einfallsreich und energiegeladen wie bei seiner Erstveröffentlichung.