Bewertung:

In den Rezensionen zu diesem Buch findet sich eine Mischung aus Bewunderung und Kritik. Viele Leser loben die Tiefe und Schönheit des Buches sowie die tiefgründige Auseinandersetzung mit Themen rund um Gut und Böse, verweisen aber auch auf den anspruchsvollen Schreibstil. Einige halten das Buch für eine wertvolle Bereicherung ihrer Sammlung, während andere die Qualität der physischen Ausgabe, die sie erhalten haben, kritisieren und sie als unübersichtlich oder schwierig zu lesen beschreiben.
Vorteile:⬤ Tiefgründige Erforschung von Themen
⬤ Schöne und einzigartige Prosa-Poesie
⬤ Gilt als wegweisendes Werk des Surrealismus
⬤ Regt zum Nachdenken an und fordert konventionelle Schreibstile heraus
⬤ Großes Lob für seinen künstlerischen Wert und seine Tiefe.
⬤ Schwieriger und verworrener Schreibstil
⬤ Einige Ausgaben wurden als minderwertig eingestuft
⬤ Nicht alle Leser fanden es fesselnd oder unterhaltsam
⬤ Kann für manche Zuhörer verstörend oder herausfordernd sein.
(basierend auf 17 Leserbewertungen)
Maldoror: (Les Chants de Maldoror)
Das makabre, aber schöne Werk Les Chants de Maldoror hat einen beachtlichen Ruf als eines der frühesten und außergewöhnlichsten Beispiele surrealistischer Literatur erlangt. Es ist ein langes erzählendes Prosagedicht, das das Prinzip des Bösen in einem kunstvollen Stil und mit einer Leidenschaft, die an religiösen Fanatismus erinnert, feiert. Der französische Dichter und Kritiker Georges Hugnet hat über Lautr amont geschrieben: „Er erschreckt, verblüfft, macht stumm. Er konnte genau auf das schauen, was andere nur flüchtig betrachteten.“.
Über den Autor von Maldoror, Isidore Ducasse, selbsternannter Comte de Lautr amont, ist wenig bekannt, außer dass er 1846 in Montevideo, Uruguay, geboren wurde und im Alter von 24 Jahren in Paris starb. Bei seiner Erstveröffentlichung 1868/9 blieb Maldoror fast unbemerkt. Doch in den neunziger Jahren wurde das Buch wiederentdeckt und von so bedeutenden Schriftstellern wie Huysmans, L on Bloy, Maeterlinck und R my de Gourmont als geniales Werk gepriesen. Später wurde Lautr amont von den Pariser Surrealisten als einer ihrer wichtigsten „Vorfahren“ heiliggesprochen.
Diese von Guy Wernham übersetzte Ausgabe enthält auch eine lange Einleitung zu einem nie geschriebenen oder heute verlorenen Gedichtband. Mit Ausnahme einiger Briefe enthält sie somit das gesamte erhaltene literarische Werk von Lautr amont.