Bewertung:

Mama Might Be Better Off Dead ist eine kritische Untersuchung der Ungerechtigkeiten im US-Gesundheitssystem, wobei der Schwerpunkt auf den Schwierigkeiten liegt, mit denen einkommensschwache Familien zu kämpfen haben. In einer Mischung aus Erzählung und sachlicher Analyse begleitet das Buch eine Familie aus Chicago durch ihre Herausforderungen im Gesundheitswesen. Das Buch weckt starke Emotionen und regt die Leser zum Nachdenken über notwendige Reformen im Gesundheitswesen an.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben und informativ
⬤ bietet eine zu Herzen gehende Erzählung, die die Schwierigkeiten von Familien bei der Inanspruchnahme der Gesundheitsversorgung beleuchtet
⬤ regt zum Nachdenken und zur Emotion an
⬤ regt zur Diskussion über die Gesundheitsreform an
⬤ dient als wichtige Quelle für medizinische Fachkräfte und an der Gesundheitspolitik Interessierte.
⬤ Der Schreibstil kann als langweilig oder schlecht strukturiert mit abrupten Übergängen empfunden werden
⬤ manche Leser finden ihn einseitig
⬤ bestimmte Personen könnten ihn als übermäßig traurig oder deprimierend empfinden
⬤ der Titel gibt den Inhalt möglicherweise nicht genau wieder.
(basierend auf 48 Leserbewertungen)
Mama Might Be Better Off Dead: The Failure of Health Care in Urban America
North Lawndale, ein Viertel, das im Schatten von Chicagos Loop liegt, ist von einigen der besten medizinischen Einrichtungen der Stadt umgeben, und doch ist es eine der kränksten und medizinisch am meisten unterversorgten Gemeinden des Landes.
Mama Might Be Better Off Dead" lässt den Leser in das Leben von vier Generationen einer armen afroamerikanischen Familie in der Nachbarschaft eintauchen, die von den verheerenden Krankheiten heimgesucht werden, die in Amerikas Innenstädten nur allzu häufig vorkommen. Unter der Leitung von Jackie Banes, die sich um eine zuckerkranke Großmutter, einen nierendialysepflichtigen Ehemann, einen kranken Vater und drei Kinder kümmert, hat die Familie Banes mit unzähligen medizinischen Krisen zu kämpfen.
Laurie Kaye Abraham berichtet von Besuchen in Notaufnahmen und Dialysezentren, von Versuchen mit häuslicher Pflege und vom Kampf um den Anspruch auf Medicaid. Sympathisch, aber ohne Sentimentalität erzählt, offenbart ihre Geschichte ein unzureichendes Gesundheitssystem, das durch die direkten und indirekten Auswirkungen der Armut noch weiter unterminiert wird. Mama Might Be Better Off Dead" ist ein beunruhigender und tiefgründiger Blick auf das menschliche Gesicht der Gesundheitsversorgung in Amerika, der zugleich verstörend und erhellend ist.
Das 1993 unter großem Beifall veröffentlichte Buch enthält in dieser Neuauflage ein prägnantes Vorwort von David Ansell, einem Arzt, der am Mt. Sinai Hospital arbeitete, wo sich ein Großteil der Geschichte der Familie Banes abspielt.