Bewertung:

Das Buch liefert eine überzeugende Kritik am modernen Zentralbankwesen und plädiert für einen Neustart des Kapitalismus, um Autoritarismus und wirtschaftlichen Zusammenbruch zu vermeiden. Es zeigt auf, dass die derzeitige Politik den Kapitalismus verzerrt hat, was den Wohlhabenden zugute kommt, während es der Mehrheit schadet, und warnt vor der Notwendigkeit der Demokratie, um die Bedürfnisse der Öffentlichkeit wirksam anzugehen.
Vorteile:Das Buch wird für seine klare und überzeugende Darstellung der Schwächen des Kapitalismus und die wirksame Kritik an den Praktiken der Zentralbanken in den letzten 25 Jahren gelobt. Es bietet aufschlussreiche Analysen und Vorhersagen im Zusammenhang mit der globalen Finanzkrise und erörtert, wie wichtig eine Reform des Kapitalismus für sein Überleben ist.
Nachteile:In einigen Rezensionen wird darauf hingewiesen, dass das Buch für ein allgemeines Publikum zu langatmig und zu spezialisiert ist, was seine Attraktivität für ein breiteres Publikum möglicherweise einschränkt. Es dürfte in erster Linie Leser interessieren, die sich speziell mit Finanzen und deren langfristigen Auswirkungen befassen.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
You Always Hurt the One You Love: Central Banks and the Murder of Capitalism
Es ist zu einem Gemeinplatz geworden, den Zentralbanken die Schuld an wiederkehrenden Blasen und Finanzkrisen, Rezessionen, massiver Vermögensungleichheit und weit verbreiteter Kapitalismusverdrossenheit sowie in letzter Zeit auch an der Inflation zu geben. In diesem wichtigen neuen Buch wird jedoch argumentiert, dass der enorme intellektuelle Irrtum, dessen sich die Zentralbanken schuldig gemacht haben, auf die generationenlange Arroganz der akademischen Makroökonomie zurückzuführen ist, die die Lektionen der Zwischenkriegszeit und die entscheidende Bedeutung des intertemporalen Ungleichgewichts ignoriert hat.
Das Buch zeigt, warum und wie der intellektuelle Irrtum, der in den Überlegungen und Handlungen der US-Notenbank ab Mitte der 1990er Jahre am deutlichsten wurde, die globalen Folgen auslöste, die heute den Fortbestand der kapitalistischen Gesellschaft bedrohen. Insbesondere wird erklärt, wie die Zentralbanken das Fehlverhalten des Finanzsektors, das sie so fromm geißeln, erst ermöglicht haben.
Während eine frühe Schlüsselfigur dieser griechischen Tragödie ein glühender Verfechter des Kapitalismus war - Alan Greenspan, der verehrte ehemalige Vorsitzende der Federal Reserve - hat schuldhafte Hybris die gesamte Struktur der modernen makroökonomischen Theorie geprägt. Die Nemesis, so zeigt das Buch, ist unausweichlich gefolgt.