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Managing Multiculturalism: Indigeneity and the Struggle for Rights in Colombia
Die indigene Bevölkerung in Kolumbien macht nur drei Prozent der nationalen Bevölkerung aus. Der Erfolg der kolumbianischen indigenen Gemeinschaften, die kollektive Kontrolle über fast dreißig Prozent des nationalen Territoriums zu erlangen, ist nichts weniger als außergewöhnlich.
In Managing Multiculturalism untersucht Jean E. Jackson die Entwicklung der kolumbianischen Indígena-Bewegung im Laufe ihrer mehr als vierzigjährigen Forschungs- und Feldforschungsarbeit und bietet einen ungewöhnlich differenzierten Einblick in die Veränderungen der indigenen Gemeinschaften und Aktivisten im Laufe der Zeit sowie in die Entwicklung der Ethnografin und Wissenschaftlerin selbst. Die Geschichte, wie die indigene Organisierung begann, ihre Stimme fand, Bündnisse einging und Kämpfe gegen die Regierung und die katholische Kirche gewann, hat wichtige Auswirkungen auf die indigene Sache auf internationaler Ebene und auf das Verständnis aller Arten der Organisation von Rechten.
Anhand von Fallstudien und Kommentaren zur Entwicklung der Bewegung untersucht Jackson die Politisierung und den Einsatz von Multikulturalismus, indigener Identität und Neoliberalismus sowie die sich verändernden Vorstellungen von kulturellem Wert und Authentizität - einschließlich Themen wie Patrimonium, Kulturerbe und ethnischer Tourismus. Dieses Werk, das zugleich Ethnografie und neuere Geschichte der indigenen Bewegung Lateinamerikas ist, zeichnet die Ideen nach, die indigene Bewegungen in regionaler und globaler Hinsicht motivieren, und zwar in einer noch nie dagewesenen Breite und Tiefe.