
Management and the Sustainability Paradox: Reconnecting the Human Chain
Management and the Sustainability Paradox handelt davon, wie sich der Mensch im Laufe der Evolutionsgeschichte von seiner ökologischen Umwelt abgekoppelt hat. Er geht von der Annahme aus, dass Menschen konkurrierende angeborene, natürliche Triebe haben, die mit dem Überleben verbunden sind. Überleben kann im Zusammenhang mit der langfristigen genetischen Vermehrung einer Spezies gesehen werden, beinhaltet aber auch die Überwindung unmittelbarer Widrigkeiten. Aufgrund der vielfältigen Überlebensherausforderungen, mit denen unsere Vorfahren konfrontiert waren, hat die natürliche Auslese oft kurzfristige Lösungen bevorzugt, was folglich die mit längerfristigen Nachhaltigkeitswerten verbundenen Motivationen gedämpft hat.
Entscheidungen und Wahlmöglichkeiten von Managern beruhen zumeist auf einer moralischen Abwägung von Kosten und Nutzen. Manager berufen sich auf das Wirtschafts- und Unternehmenswachstum, um praktisch jede Handlung zu rechtfertigen. Dieses moralische Kalkül, das dem Verhalten von Unternehmen zugrunde liegt, muss kritisch untersucht und reformiert werden. Im Kern geht es dabei um tiefgreifende moralische Fragen, die wir in diesem Buch untersuchen, um ethische Lösungen für das Paradoxon vorzuschlagen.
Management und das Nachhaltigkeitsparadoxon untersucht das Problem, dass es ein inhärentes Paradoxon zu geben scheint zwischen dem, was einige Unternehmen als Notwendigkeit des Fortschritts und als Sorge um die Nachhaltigkeit ansehen. In der Wirtschaft kollidieren häufig die Vorstellungen von Fortschritt und Nachhaltigkeit, die das unternehmerische Handeln und die Entscheidungen des Managements bestimmen. Typische Fortschrittsvorstellungen von Unternehmen beinhalten die Schaffung von Wohlstand, Arbeitsplätzen, innovativen Produkten und sozial-philanthropischen Projekten. Auf der Grundlage dieser fortschrittlichen Maßnahmen rechtfertigen sie ihre ungerechte Verteilung der Überschüsse, indem sie niedrige Löhne zahlen und ökologische Ressourcen ausbeuten. Es ist nicht schwer, das antagonistische Zusammenspiel zwischen technologischer und sozialer Innovation mit unseren Werten für soziales und ökologisches Wohlergehen und einen Dualismus zu erkennen, den es zu überwinden gilt.
Dieses Buch richtet sich an ein breites Publikum von Wissenschaftlern und politischen Entscheidungsträgern aus den Bereichen Nachhaltigkeit und Management. Das Buch ist eine wichtige Lektüre für Manager, die versuchen, unsere menschliche Kette mit der natürlichen Umwelt im Sinne einer nachhaltigen Wirtschaft wieder zu verbinden.