Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 4 Stimmen.
Manifesto for a Dream: Inequality, Constraint, and Radical Reform
Eine scharfe Kritik an unserer aktuellen politischen Agenda und ein Aufruf zu radikalen Veränderungen. Obwohl es allgemein bekannt ist, dass die Vereinigten Staaten ein Ungleichheitsproblem haben, ist es der sozialwissenschaftlichen Gemeinschaft nicht gelungen, sich dagegen zu mobilisieren.
Stattdessen haben Sozialwissenschaftler einen auffallend faden Ansatz für politische Reformen gewählt, einen angeblich wissenschaftsbasierten Ansatz, der schrittweise, engmaschige und evidenzbasierte „Interventionen“ anbietet. Dieser Ansatz geht davon aus, dass das Beste, was wir tun können, die Eindämmung des Problems ist. Es wird weitgehend als selbstverständlich vorausgesetzt, dass wir es niemals lösen werden.
In Manifesto for a Dream behauptet Michelle Jackson, dass wir niemals Fortschritte in Richtung Gleichberechtigung machen werden, wenn wir nicht anfangen, radikal zu denken. Es ist die Struktur der gesellschaftlichen Institutionen, die soziale Ungleichheit erzeugt und aufrechterhält, und nur wenn wir diese Struktur angreifen, können wir Fortschritte erzielen.
Jackson plädiert wissenschaftlich für eine groß angelegte institutionelle Reform und zeigt anhand von Beispielen aus anderen Ländern, dass Reformen, die in den Vereinigten Staaten undenkbar sind, in anderen Kontexten als völlig unproblematisch gelten. Sie argumentiert überzeugend, dass eine ermutigte Sozialwissenschaft die Pflicht hat, die radikalen Maßnahmen zu entwickeln und zu testen, die notwendig wären, um Gleichheit für alle zu gewährleisten.