Bewertung:

Das Buch „Mao und die Märkte“ bietet eine eingehende Analyse des anhaltenden Einflusses des Vorsitzenden Mao Zedong auf die chinesische Unternehmenslandschaft, wobei historische Belege mit aktuellen Erkenntnissen kombiniert werden. Es wird jedem empfohlen, der die Komplexität der von der maoistischen Ideologie geprägten chinesischen Unternehmensstrategie verstehen will.
Vorteile:Das Buch wird für seinen umfassenden Überblick über die chinesische Kultur, Wirtschaft und die einzigartige Mischung aus Autoritarismus und Marktcharakter gelobt. Es räumt effektiv mit falschen Vorstellungen über Chinas politische und wirtschaftliche Systeme auf und stützt sich dabei auf umfangreiche Analysen aus verschiedenen Sozialwissenschaften. Die Kombination aus historischem Kontext und modernen Fallstudien findet großen Anklang und macht das Buch zu einer wertvollen Quelle für Wissenschaftler und Praktiker, die die zeitgenössischen chinesischen Geschäftspraktiken verstehen wollen.
Nachteile:In einigen Rezensionen wird darauf hingewiesen, dass sich das Buch bisweilen wiederholt und relativ einfache Konzepte beinhaltet. Es gibt Hinweise darauf, dass das Buch besser für Leser geeignet ist, die bereits Interesse an oder Kenntnisse über China haben, da die ständigen Verweise auf historische Zusammenhänge Neulinge möglicherweise überfordern.
(basierend auf 11 Leserbewertungen)
Mao and Markets: The Communist Roots of Chinese Enterprise
Eine gründlich recherchierte Einschätzung, wie Chinas wirtschaftlicher Erfolg weiterhin von der kommunistischen Ideologie des Vorsitzenden Mao geprägt ist.
Ein „Bestes Buch des Jahres 2022“ der Financial Times.
Für die Axiom Gold Medal 2023 nominiert, gesponsert von Axiom Business Book Awards
Lange Zeit ging man davon aus, dass mit der Einführung offener Märkte und privater Unternehmen in China die staatlich kontrollierte Wirtschaft auf der Strecke bleiben würde und dass freie Märkte unweigerlich zu einer liberaleren Gesellschaft führen würden. Stattdessen hat das Wachstum Chinas in den letzten vier Jahrzehnten den Staatskapitalismus zu einem dauerhaften Gegenspieler der Orthodoxie der freien Märkte gemacht - zur Verwirrung vieler im Westen.
Christopher Marquis und Kunyuan Qiao argumentieren, dass Chinas wirtschaftlicher Erfolg auf dem anhaltenden Einfluss des kommunistischen Führers Mao Zedong beruht - und nicht trotz dieses Einflusses. Sie zeigen auf, wie Maos ideologische Grundsätze, Massenkampagnen und sozialistische Institutionen die Geschäftsstrategien chinesischer Unternehmer und das Management ihrer Unternehmen nachhaltig beeinflusst haben. Auf der Grundlage von Fallstudien und quantitativen Analysen zeigt dieses Buch, dass das private Unternehmertum zwar der Motor des chinesischen Wachstums ist, chinesische Unternehmen aber keine Widersprüche zwischen kommerziellem Streben und dem Bekenntnis zur maoistischen Ideologie sehen.