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Mapping Memory: Visuality, Affect, and Embodied Politics in the Americas
In Mapping Memory untersucht Kaitlin M. Murphy die Verwendung von Erinnerung als Mittel der zeitgenössischen soziopolitischen Intervention.
Mapping Memory konzentriert sich speziell auf visuelle Fallstudien, darunter Dokumentarfilm, Fotografie, Performance, neue Medien und physische Erinnerungsorte an Orten, die vom Südkegel über Zentralamerika bis zum US-mexikanischen Grenzgebiet reichen. Murphy entwickelt einen neuen Rahmen, um zu analysieren, wie die visuelle Kultur als verkörperter Akteur der Erinnerung und der Zeugenschaft wirkt, und vertritt die These, dass Visualität von Natur aus performativ ist. Durch die Analyse der performativen Elemente oder Strategien von visuellen Texten - wie Verkörperung, Reenactment, Spuk und die Aufführung von materiellen Objekten und Orten - verdeutlicht Murphy, wie Erinnerung sowohl in bestimmten Körpern, Objekten und Orten verankert als auch aus ihnen herausgelöst wird.
Indem er verschiedene theoretische Stränge zusammenführt, entwickelt Murphy die Theorie des „memory mapping“, die sich mit der Art und Weise befasst, in der Erinnerung strategisch eingesetzt wird, um offizielle Narrative in Frage zu stellen, die bestimmte Erinnerungen oder Erfahrungen oft vernachlässigen oder als transgressiv bezeichnen. Letztlich, so argumentiert Murphy, ist Memory Mapping eine visuelle Strategie, um zu fragen und zu hinterfragen, warum bestimmte Leben sichtbar und damit beklagenswert gemacht werden und andere nicht.