
Der Turner-Preisträger Mark Wallinger ist einer der intellektuell neugierigsten, sozial engagiertesten und unberechenbarsten Künstler Großbritanniens.
Er ist bekannt für Arbeiten, die formal und konzeptionell scheinbar gegensätzliche Elemente verhandeln, wie „Sleeper“ (2004), bei dem er neun Nächte in einem Bärenkostüm in der Neuen Nationalgalerie in Berlin verbrachte. Für seinen Beitrag zur Reihe der von der Hayward Gallery kuratierten Projekte untersucht Wallinger den Begriff der Liminalität - einen Zwischen- oder Übergangszustand -, der durch Schwellen und Grenzen, Simulakren und Spiegelbilder in den Werken von William Blake, Vija Celmins, Tacita Dean, Thomas Demand, Albrecht Dürer, Bruce Nauman, Guiseppe Penone und Fred Sandback veranschaulicht wird.