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Trademark Protection and Freedom of Expression: An Injuiry Into the Conflict Between Trademark Rights and Freedom of Expression Under European Law
Das Markenrecht gewährt den Rechteinhabern das ausschließliche Recht, Dritte an der Verwendung eines Zeichens zu hindern. Dies kann ohne weiteres als Gegensatz zur freien Meinungsäußerung gesehen werden, die wohl auch das Recht Dritter auf nicht-exklusive Nutzung eines Zeichens für eine Vielzahl von Zwecken einschließt, die von der Information der Verbraucher über die Äußerung von Kritik bis hin zum künstlerischen Ausdruck reichen. Gestützt auf die Kulturtheorie und#8211.
die gezeigt hat, dass die Gesellschaft in einen ständigen Kampf um die Gestaltung der Bedeutung von Zeichen (einschließlich Marken) und#8211.
Dieses höchst originelle und provokative Buch behauptet, dass das Markenrecht nicht ausreichend zwischen dem kommerziellen Zweck und den sozialen, politischen oder kulturellen Bedeutungen ein und desselben Zeichens unterscheidet. Der Autor zeigt, dass der and#8216.
Funktionaler Ansatzund#8217.
Die in der gegenwärtigen Rechtsprechung und Lehre vertretene Rechtfertigung von Markenrechten ist insofern mangelhaft, als sie die Tatsache nicht ausreichend berücksichtigt, dass Markenrechte die Meinungsfreiheit Dritter einschränken können. Insbesondere kann die Ausübung von Rechten, die nach der Europäischen Markenverordnung und den durch die Europäische Markenrichtlinie harmonisierten nationalen Markenrechten gewährt werden, eine unverhältnismäßige Beeinträchtigung der durch Artikel 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) geschützten Freiheit der kommerziellen und nichtkommerziellen Meinungsäußerung Dritter verursachen. Der Autorand#8217.
S eingehende Analyse untersucht unter anderem folgende Elemente:
O die wirtschaftlichen und ethischen Beweggründe für Markenrechte.
O ob Markenrechte nach europäischem Recht durch diese Gründe gerechtfertigt werden können.
O wie die Freiheit der Meinungsäußerung als Einschränkung der Markenrechte dienen kann.
O welches Schutzniveau eine solche Meinungsfreiheit für Dritte gewährt.
O die Rolle von Marken von sozialer, kultureller oder politischer Bedeutung im öffentlichen Diskurs.
O abschreckende Auswirkungen auf den öffentlichen Diskurs, die durch die Ausübung von Markenrechten verursacht werden können.
O die Auslegung der Bestimmungen über die Erteilung und den Verfall von Markenrechten im Lichte der Meinungsfreiheit.
und.
O die Auslegung des Schutzumfangs und der Schranken von Markenrechten im Lichte der Meinungsfreiheit.
Im Ergebnis dient die Analyse dazu, den Fokus des Gesetzgebers, der Gerichte und der Markenregisterbehörden von den Interessen der Markenrechtsinhaber, denen scheinbar immer mehr Schutz gewährt wird, auf die berechtigten Interessen Dritter zu erweitern. Die kritische Analyse des bestehenden Markenrechts führt den Autor zu einer klaren Identifizierung der Bereiche des Markenrechts, in denen das Gesetz neu interpretiert werden muss, und der Bereiche, in denen gesetzgeberische Maßnahmen ergriffen werden sollten, mit Empfehlungen für eine Reihe von Einschränkungen, die dem Gesetzgeber bei der Ausarbeitung konkreter Änderungen helfen sollten. Die neuen Einsichten und Imperative, die dieses Buch liefert, werden sich sowohl für Gerichte, die bestehende Bestimmungen des Markenrechts auslegen, als auch für Gesetzgeber, die vor der Herausforderung stehen, neue Regeln zu entwerfen oder bestehende Gesetze zu überarbeiten, als nützlich erweisen.