
Martin Luther and the Shaping of the Catholic Tradition
Als Martin Luther am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen über den Ablasshandel verteilte, setzte er eine Kette von Ereignissen in Gang, die das Gesicht des westlichen Christentums tiefgreifend veränderten.
Der 500. Jahrestag des Anschlags der 95 Thesen bietet die Gelegenheit, die Bedeutung dieses Ereignisses neu zu bewerten. Das Verhältnis der katholischen Kirche zur Reformation, die Luther in Gang setzte, ist komplex.
Die Reformation hatte ihre Wurzeln in der spätmittelalterlichen katholischen Tradition, und die katholische Reaktion auf die Reformation veränderte den Katholizismus auf komplexe Weise, sowohl positiv als auch negativ. Auch die Theologie und Praxis der orthodoxen Kirche wurde in die Diskussionen einbezogen.
Eine Konferenz mit dem Titel „Luther and the Shaping of the Catholic Tradition“, die an der Katholischen Universität von Amerika stattfand und an der dreizehn katholische, orthodoxe und protestantische Redner aus Deutschland, Finnland, Frankreich, dem Vatikan und den Vereinigten Staaten teilnahmen, befasste sich mit diesen Fragen und warf ein neues Licht auf die historischen, theologischen und kulturellen Beziehungen zwischen Luther und der katholischen Tradition. Sie trägt zur Vertiefung und Erweiterung der jüngsten ökumenischen Tradition der Luther-Katholik-Studien bei.