
Marvin Jones: The Public Life of an Agrarian Advocate
Als Sohn einer nordtexanischen Weizen- und Baumwollbauernfamilie wuchs Marvin Jones mit starken landwirtschaftlichen Wurzeln und einer Vorliebe für die demokratische Politik auf. Als er 1916 in den Kongress gewählt wurde, schloss er sich der texanischen Delegation an und lernte von John Nance Garner die politischen Abläufe. Er wurde in den Landwirtschaftsausschuss des Repräsentantenhauses berufen, dessen Vorsitzender er später wurde, und leitete die Geschicke der Agrargesetzgebung des New Deal im Repräsentantenhaus.
Jones' Panhandle-Distrikt lag in der Dust Bowl der 1930er Jahre. Als Roosevelts Vorsitzender des Landwirtschaftsausschusses setzte er sich für die New-Deal-Agrargesetzgebung ein: zinsgünstige Darlehen und Hypotheken für Landwirte, Bodenschutz, Agrarsubventionen, Agrarforschung und neue Märkte für landwirtschaftliche Erzeugnisse. Viele der heutigen agrarpolitischen Maßnahmen des Bundes wurden in seinem Ausschussraum geboren.
Während des Zweiten Weltkriegs setzte Jones sein Wissen und seine Erfahrung ein, um die landwirtschaftliche Produktion der USA mit dem Bedarf an militärischen und zivilen Nahrungsmitteln in Einklang zu bringen. Nach Kriegsende nahm er eine Stelle als Richter am U.S. Court of Claims an und wurde später zum Obersten Richter ernannt, der für seine gerechten, mitfühlenden Entscheidungen bekannt war, die in der Sprache des Durchschnittsbürgers formuliert waren.
Jones war ein sanftmütiger, hart arbeitender Mann, ein Realist, der das Landleben lobte, aber die Verstädterung Amerikas akzeptierte. Er war zurückhaltender als sein Mentor Garner und weniger scharfsinnig als sein guter Freund Sam Rayburn, aber er übertraf beide in Bezug auf ihre tatsächlichen Leistungen.
Auf der Grundlage von Archivquellen und Jones' Memoiren sowie seiner eigenen zahlreichen Interviews mit Richter Jones liefert Irvin May eine solide Darstellung dieses transplantierten Texaners, der sein ganzes Leben lang der Anwalt der Landwirte blieb.