
Mary Poppins: Radical Elevation in the 1960s
Dieser Band untersucht Mary Poppins als einen Film aus den 1960er Jahren, der die sich radikal verändernde Zeit widerspiegelt und in sie investiert, ein weitgehend, aber nicht uneingeschränktes Anti-Establishment-Musical, das mit den Bedingungen und Themen in Resonanz steht, die die Babyboomer stark betreffen.
Unter den vielen Filmen der Babyboomer, die in den 1960er Jahren für Furore sorgten, war Mary Poppins wahrscheinlich das mitreißendste Frühwerk. Dieser Film aus dem Jahr 1964 zog ein junges Publikum in seinen Bann, erzielte die höchsten Einspielergebnisse, erhielt mehrere Oscars und wurde zu einem kulturellen Phänomen. Das Buch beleuchtet Poppins als ein Musical, in dem es von den Sorgen der amerikanischen Jugend Anfang/Mitte der 1960er Jahre nur so wimmelt, einschließlich der Wünsche, Ängste und Freuden gegen das Establishment. Entgegen der vorherrschenden Meinung entschlüsselt dieses Buch Poppins als eine Reflexion über die Mitte des Jahrhunderts, die die Kluft zwischen den Generationen, die dysfunktionale Kernfamilie, Jugendunruhen, Aktivismus, einschließlich feministischem Engagement, Gegenkultur, kapitalistischem Imperialismus, Rassenbeziehungen, sozial bewusster Musik und halluzinogener Bewusstseinserweiterung umfasst. Gleichzeitig untersucht das Buch die Spannungen, die dieser Studioproduktion als Mainstream-Disney-Veröffentlichung innewohnen, die die Imperative der amerikanischen Jugend der 1960er Jahre heraufbeschwört und gleichzeitig Figuren und Werte, die für radikalen Wandel stehen, reinigt. Darüber hinaus untersucht dieser Band die kollektive Autorenschaft des Films und zeichnet die Ursprünge von Poppins in den Schriften und im Leben der nonkonformistischen Autorin P. L. Travers sowie im Disney-Kino und den Adaptionsprozessen des Studios nach.
Die Analyse erstreckt sich auf verschiedene Facetten der Poppins-Rezeption, einschließlich des sich wandelnden Images der Hauptdarstellerin Julie Andrews, des Einflusses des Films auf die Populärkultur und der Kontroverse um seine Adaption, seiner Aneignung durch die Drogenkultur, seiner Assoziation mit dem Teenpic und seines Status als Kino des sozialen Bewusstseins.
Dieses Buch ist ideal für Studenten, Forscher und Wissenschaftler im Bereich Filmwissenschaft und Jugendkultur.