Bewertung:

Die Biografie von Matthew Fontaine Maury wird als hervorragende und umfassende Darstellung seines Lebens als amerikanischer Marineoffizier des 19. Jahrhunderts beschrieben. Der Autor, John Grady, präsentiert eine gut recherchierte Erzählung, die Maurys bedeutende Beiträge zur Seewissenschaft und zum Handel hervorhebt, insbesondere seine Arbeit über Wetter und Seebedingungen. Trotz seiner beeindruckenden Leistungen wird Maury als eine komplexe Figur dargestellt, deren persönlicher Groll seine Effektivität einschränkte und zu erheblichen Konflikten in seinem Leben führte.
Vorteile:Die Biographie ist umfassend, gründlich recherchiert und sorgfältig gegliedert. Sie enthält ein umfangreiches Literaturverzeichnis und Endnoten, die eine Fülle von Informationen über das Leben und die Leistungen von Maury liefern. Die Erzählung ist fesselnd und interessant und motiviert die Leser, mehr über Maurys Beiträge zu erfahren, insbesondere im Hinblick auf die jüngsten Kontroversen um sein Erbe.
Nachteile:Maury wird als fehlerhafter Mensch dargestellt, dessen persönlicher Groll und die Streitigkeiten, in die er verwickelt war, seine Wirksamkeit untergraben könnten. Seine Neigung, in der Presse zu stänkern, führte zu Konflikten, die seine Leistungen schmälerten.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Matthew Fontaine Maury, Father of Oceanography: A Biography, 1806-1873
Matthew Fontaine Maury wurde zu einem nützlichen Mann auf der maritimen Bühne, indem er die Missstände in der von Cliquen beherrschten Marine anprangerte, Seewege kartierte und die britische Admiralität bei der Sicherung der schnellsten und sichersten Routen nach Indien und Australien übertraf. Mit der Verlegung des transatlantischen Kabels trug er dazu bei, die alte und die neue Welt miteinander zu verbinden, setzte sich in einer unruhigen Union nachdrücklich für die Rechte der Südstaaten ein und predigte von der Arktis bis zum Kap Hoorn die Manifest Destiny.
Und er revolutionierte die Kriegsführung durch die Perfektionierung elektronisch gezündeter Minen. Maurys Eifer, sich mit den Fragen der Zeit an die Öffentlichkeit zu wenden, verärgerte mächtige Männer in Wirtschaft und Politik sowie die amerikanische, konföderierte und königliche Marine. Mehr als einmal geriet er in Konflikt mit Jefferson Davis und Stephen R.
Mallory, dem Marineminister der Konföderierten Staaten. In den politischen, sozialen und wissenschaftlichen Kämpfen seiner Zeit hatte Maury jedoch auch mächtige Verbündete, wie Präsident John Tyler.