
Max Gluckman
Diese handliche, prägnante Biografie beschreibt das Leben und den intellektuellen Beitrag von Max Gluckman (1911-75), der einer der bedeutendsten Sozialanthropologen des zwanzigsten Jahrhunderts war.
Max Gluckman war in den 1950er Jahren der Gründer der Manchester School of Social Anthropology. In den 1930er Jahren führte er Feldforschungen bei den Zulu in Südafrika und in den 1940er Jahren bei den Lozi in Nordrhodesien/Sambia durch. Dieses Buch beschreibt detailliert seinen akademischen Werdegang und den nachhaltigen Einfluss seiner Analysis of A Social Situation in Modern Zululand (1940-42) und seiner beiden großen Monographien über das Rechtssystem der Lozi.
Aus der Einleitung:
Max Gluckman war der einflussreichste einer Gruppe von Sozialanthropologen, die sich in den 1930er Jahren in Südafrika zu einer im Wesentlichen neuen akademischen Disziplin entwickelten. Seine Beschreibung und Analyse von Ereignissen in Echtzeit bedeutete eine Absage an die zeitgenössische sozialanthropologische Praxis, an die „ethnografische Gegenwart“ und an hypothetische oder konjekturale Rekonstruktionen sowie die Akzeptanz der Notwendigkeit, „primitive“ Gesellschaften im Kontext der modernen Welt zu studieren.